Leipzig: „Der Ackermann und der Tod“ im Neuen Augusteum

Im Neuen Augusteum in Leipzig ist ab Donnerstag eine Ausstellung zum Prosatext „Der Ackermann und der Tod“ zu sehen.

Das um 1400 entstandene Werk des Dichters Johannes von Saaz gilt als der älteste Prosatext der neuhochdeutschen Sprache und als erster deutschsprachiger weltlicher Text, der kurz nach der Gutenberg-Bibel gedruckt wurde.

In dem Werk beklagt ein Dichter den Verlust seiner Frau und führt Anklage gegen den Tod. Dabei liefert er sich in 34 Kapiteln ein rhetorisch ausgefeiltes, erbittertes Wortgefecht mit dem Sensenmann.

Auch aus eigener biografischer Erfahrung inspirierte der Text den Zeichner und Grafiker Rolf Münzner zu einer freien Umsetzung. Mit 33 Steindrucken schuf er den größten grafischen Zyklus zu der literarischen Vorlage. Daneben sind auch Vorzeichnungen und weitere Arbeiten zum Thema zu sehen.