Leipzig erhält Sonderauszeichnung für Papierrecycling

Der Anteil an Recyclingpapier am Gesamtpapierverbrauch der Stadtverwaltung ist im letzten Jahr deutlich gestiegen. War es 2009 nur jedes zweite Papier, so betrug der Anteil im letzten Jahr 88 Prozent. Für die Steigerungsquote wurde die Messestadt nun prämiert. +++

Leipzigs Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal nahm am Freitag in Berlin die Sonderauszeichnung des Papieratlas für die Stadt Leipzig entgegen.
Den Preis in der Sonderkategorie für die „stärkste Steigerungsquote“ erhielt die Messestadt für den Anstieg von 50 (2009) auf 88 Prozent (2010).

„Ich freue mich sehr, dass ich die Sonderauszeichnung des Papieratlas für die Stadt Leipzig entgegennehmen durfte“, sagte Heiko Rosenthal. „Sie spiegelt die positive Entwicklung der Stadt Leipzig in Sachen Umweltschonung wieder und bestätigt, dass wir mit unseren Bemühungen um die Bildung eines Nachhaltigkeitsbewusstseins im Zuge der Lokalen Agenda 21 auf einem guten Weg sind.“

Der bundesweite Wettbewerb „Papieratlas“ hebt transparent und positiv hervor, welche Umweltleistungen die Kommunen durch das Papier mit dem Blauen Engel erbringen. Entsprechend der Recyclingpapierquoten zeigt er auf, wie hoch die erreichten Einspareffekte in den Bereichen Energie, Wasser und CO2-Emissionen sind und verdeutlicht so unmittelbar die ökologischen Vorteile der Nutzung von Recyclingpapier.
Bereits zum dritten Mal nahm die Stadt Leipzig auf Initiative des Hauptamtes der Stadt an diesem Wettbewerb teil.

„Die starke Zuwachsquote lässt sich vor allem auf die Einführung einer neuen Dienstanweisung zurückführen, die – potenzielles Archivgut ausgenommen – den Gebrauch von Recyclingpapier standardisiert, begleitet von intensiven Gespräche mit den Mitarbeitern,“ so der Leiter des Hauptamtes, Herr Dr. Christian Aegerter.
„Generell ist bei der Stadt Leipzig ein kontinuierlicher Rückgang des Gesamtpapierverbrauchs zu beobachten. So wurden 2010 im Verwaltungsbereich etwa vier Millionen Blatt, also circa 14 Prozent, weniger benötigt als 2009.“

Zu den künftigen Bestrebungen das Gesamtpapieraufkommen innerhalb der Stadtverwaltung weiter zu reduzieren, gehört die weitere Umsetzung amtspezifischer Druckerkonzepte mit einer verursacherbezogenen Kostenabrechnung, die Verwendung ausschließlich doppelseitiger Ausdrucke und Kopien sowie die elektronische Realisierung des Schriftverkehrs zwischen Verwaltung und Stadtrat.

Im Rahmen des Bundeswettbewerbs zum Papieratlas, der Initiative Pro Recyclingpapier, wurden alle deutschen Städte, die über 100.000 Einwohner besitzen und zusätzlich alle kreisfreien Städte, dazu aufgerufen ihre Recyclingpapierquoten miteinander zu vergleichen.