Leipzig feiert seinen neuen Gewandhaus-Kapellmeister

Leipzig – Felix Mendelssohn Bartholdy, Kurt Masur, Riccardo Chailly und nun Andris Nelsons. Die 275-jährige Geschichte des Gewandhauses geht in eine neue Etappe. Mit Andris Nelsons kommt ein Kapellmeister, der ebenso freundlich wie feurig ist, so Oberbürgermeister Burkhard Jung. Der gebürtige Lette freute sich in einer musikalisch so wichtigen Stadt wie Leipzig mitwirken zu dürfen.

Andris Nelsons wird gleichzeitig Kapellmeister in Leipzig als auch Dirigent des Boston Symphony Orchestras sein, wo er bereits seit 2014 tätig ist. Viele Tausend Kilometer liegen zwischen seinen zwei Arbeitsplätzen, aber das ist für ihn kein Problem.

„Er hat die Gabe, ein bekanntes Musikstück völlig neu zu interpretieren, als wäre es genau für diesen Moment geschaffen worden“, sagte der Intendant der Gesellschaft der Musikfreunde Wien über Nelsons.

In Riga, der Hauptstadt Lettlands, hatte alles begonnen. Im Alter von fünf Jahren besuchte Nelsons zum ersten Mal eine Oper. Der Dirigent des Stückes beeindruckte ihn damals so sehr, dass er den Traum hatte, selbst eine Dirigentenlaufbahn einzuschlgen. Diesen Traum kann er nun  mit dem Gewandhausorchester weiterträumen, einem Orchester, das ihn schon lange fasziniert.

Bis zum 23. März laufen die Festwochen seines Amteintritts. In dieser Zeit wird der 21. Kapellmeister des Gewandhauses elf Konzerte geben.