LEIPZIG FERNSEHEN – Brückenwoche

Leipzig hat mehr Brücken als Venedig – wir stellen Ihnen in dieser Woche in der Drehscheibe die Wichtigsten vor. Los geht es am Montag mit der Sachsenbrücke. +++

Bekannt ist die Sachsenbrücke im Clara-Zetkin-Park vor allem, weil hier viel musiziert und gechillt wird. Im Jahr 2011 hat Clueso hier mal ein Spontankonzert gegeben, spätestens seitdem wird hier an jedem schönen Tag gefeiert. Das hinterlässt allerdings auch Spuren, zerbrochene Flaschen und herumliegender Müll sind die Schattenseiten der Medaille. Aber dazu kommen wir nächste Woche, wenn wir über die Leipziger Parks sprechen.

Jetzt erstmal zur Geschichte der Sachsenbrücke: Die Sachsenbrücke bzw. ihre Vorgängerbau wurde 1897 im Zuge der Sächsisch-Thüringischen Industrie- und Gewerbeausstellung errichtet. Zu der Messe kamen damals 4,2 Millionen Besucher in die Stadt und die Brücke über das Pleißeflutbett hieß damals noch Hauptbrücke. Amtlich benannt wurde die Brücke erst im Jahr 1901,  und zwar nach den nach dem Übergang der Sachsen zu den Verbündeten in der Schlacht bei Leipzig gegen Napoleon im Jahre 1813.

Der Neubau der Brücke in jener Bauweise, in der sie heute bekannt ist, wurde 1928 ausgeführt, im Zuge der Hochwasserregulierung und der Verbreiterung des Elsterflutbettes. Die dreifeldrige
Stahlbetonbrücke trägt den Schriftzug ihres Namens in Beton gegossen.

Die Sachsenbrücke ist und bleibt trotz ihrer Breite eine Fußgängerbrücke. Und das ist auch gut so, denn ein Gutachten der Stadt bescheinigt der Sachsenbrücke „kritischen/ungenügenden Bauwerkszustand“ und „beeinträchtigte Stand- oder Verkehrssicherheit“. Allerdings gilt das nur für den KfZ-Verkehr, Fahrräder und Fußgänger können ungehindert durch.

Alle Infos zur Sachsenbrücke gibt beim Leipziger Amt für Statistik und Wahlen in den Berichten „Leipziger Brücken“.