Leipzig gedenkt der gesprengten Universitätskirche

Viele Leipziger kennen sie noch, die alte Universitätskirche. Ihre Sprengung vor 43 Jahren sorgt noch heute bei den meisten für Wehmut und Kopfschütteln. Mehr dazu sehen Sie online. +++

Wieder zurückbringen kann man die Kirche nicht. Aber an sie erinnern. So wie heute auf dem Campus der Universität.

Johann Sebastian Bach zum Gedenken an eine Kirche, die nicht mehr existiert. Gesprengt am 30. Mai 1968 in einem beispiellosen Akt der Zerstörung. Von einem Regime, nach dessen Meinung christlicher Glauben und Wissenschaft nicht zusammenpassten. An jenem Tag am Mittag war die Paulinerkirche Geschichte. Heute Mittag wurde im Schatten des neuen Paulinums an sie erinnert.

Interview: Prof. Rüdiger Lux – 1. Universitätsprediger

Vor allem viele ältere Leipziger waren gekommen. Die Sprengung der Kirche hinterließ eine tiefe Wunde nicht nur an der Universität, sondern auch in der Stadt. Noch ist sie nicht ganz verheilt. Nun entsteht mit Blick auf diese Geschichte Neues auf dem Campus. Das Paulinum. Mit dem Schinkeltor und dem Leibniz-Denkmal verbinden sich so Moderne mit dem Vergangenen.

Interview: Prof. Beate Schücking – Rektorin Universität Leipzig

Eine Stätte der Begegnung soll das neue Paulinum werden, von Religion, Kunst, Wissenschaft, Kultur. Und daran erinnern, das es so etwas hier einst schon einmal gab.