Leipzig ist helle

Am Montag wird Legida ein Jahr alt und feiert dies mit Aufmarsch und Kundgebung. Die steht setzt ein Zeichen mit Gegendemonstrationen und Lichterkette.

Der Montag ist schon längst zum Demonstrationstag in Sachsen geworden. In Dresden trifft sich die fremden- und islamfeindliche Gruppe „Pegida“, in Leipzig organisiert sich ihre Schwesterinitiative „Legida“ zu montäglichen Kundgebungen und Aufmärschen.

An diesem Montag wollen die beiden Gruppen den ersten Geburtstag von Legida gemeinsam in Leipzig begehen. Dafür kommen die Anhänger von Pegida aus Dresden angereist. Mit dabei ist auch Pegida-Anführer Lutz Bachmann.

Geplant sind eine gemeinsame Kundgebung und ein Aufmarsch durch das nördliche Zentrum von Leipzig. Start der Legida-Demonstration ist um 18.30 Uhr auf dem Parkplatz des Naturkundemuseums. Von dort aus marschiert die Gruppe zum Nordplatz und wieder zurück. Angemeldet wurden bis zu 2000 Teilnehmer. Die Demonstration der „Offensive für Deutschland“ am Nordplatz wurde aus gesundheitlichen Gründen abgesagt.

Als Reaktion auf die Aufmärsche von Legida wurden laut Medienberichten acht Gegendemonstrationen angekündigt. Die vom Studentinnenrat der Universität Leipzig gegründete Initiative „Legida? Läuft nicht.“ trifft sich um 17 Uhr auf dem Augustusplatz. Von dort aus laufen sie über den Georgiring und den Willy-Brandt-Platz zum Richard-Wagner-Platz. Um 18 Uhr startet dort die Kundgebung der Initivative „Nein zum Rassismus, Ja zu Vielfalt – für einen Wilkommensplatz in der Leipziger Innenstadt“. Insgesamt werden rund 5000 Teilnehmer bei den Gegendemonstrationen erwartet. Die sächsische Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort.

Die vermutlich größte Gegenveranstaltungen zu Legida wird die Lichterkette unter dem Motto „Leipzig bleibt helle“ sein. Sie soll ein deutliches Zeichen setzen für ein friedliches Miteinander in der Stadtgesellschaft und eine menschenwürdige Aufnahme von Flüchtlingen. Die Aktion wird unter anderem von Oberbürgermeister Burkhard Jung, aber auch anderen Vertretern christlicher, politischer und kultureller Initiativen unterstützt.

Jedoch gibt es auch Stimmen gegen die geplante Lichterkette. Innerhalb der CDU gibt es nur wenig Verständnis für die große Aufmerksamkeit, die Legida geschenkt wird.

Andere Parteien unterstützen die Lichterkette allerdings. Bürgerrechtler wie Tobias Hollitzer, Uwe Schwabe und Gunter Weißgerber unterstützen die Bemühungen der Stadt ausdrücklich. Auch die SPD sieht in der Lichterkette eine wichtige Veranstaltung für den friedlichen Protest.

Die Lichterkette nach dem Friedensgebet in der Nikolaikirche. Danach bildet sich die Kette um den Ring. Den Abschluss findet sie um 19.15 Uhr mit einer Kundgebung vor dem Mendelssohn-Portal der Thomaskirche. An die Lichterkette schließt sich um 20 Uhr ein weiteres Friedensgebet in der Thomaskirche an.