Leipzig legt Zukunftskatalog zur Umwandlung des Braunkohlereviers vor

Leipzig - Unter der Prämissen Arbeit, Forschung und Infrastruktur hat die Stadt Leipzig Projektvorhaben im Umfang von rund 2,3 Milliarden Euro erarbeitet und in Form eines Zehn-Punkte-Kataloges an den Freistaat Sachsen übermittelt.

Deutschland soll bis 2038 aus Klimaschutzgründen aus der Braunkohlegewinnung aussteigen. Für ein Strukturstärkungsgesetz wurden die betroffenen Regionen aufgefordert, Maßnahmen vorzuschlagen, mit denen der Strukturwandel gestaltet werden soll. Unter der Prämissen Arbeit, Forschung und Infrastruktur hat die Stadt Leipzig Projektvorhaben im Umfang von rund 2,3 Milliarden Euro erarbeitet und in Form eines Zehn-Punkte-Kataloges an den Freistaat Sachsen übermittelt.

"Aus der Braunkohle auszusteigen, bedeutet natürlich einen Verlust von Arbeitsplätzen, ein Verlust von herangewachsenen Industrietraditionen. Das Geld der Bundesregierung jetzt so einzusetzen, dass wir neue technologische und wirtschaftliche Entwicklungen in der Region ermöglichen, über Verkehr, über Wirtschaftsförderung bis hin zu Kultur und Sport ist eine echte Chance und die müssen wir ergreifen und nutzen", so Oberbürgermeister Burkhard Jung.

Die Schwerpunkte des Kataloges liegen auf einer breit angelegten Wirtschaftsförderung, neuen, nachhaltigen Verkehrskonzepten zur Anbindung des Südraumes, der Schaffung neuer Arbeitsplätze sowie der Förderung neuer Technologien. Im Mittelpunkt stehen der nachhaltige Ausbau des bereits bestehenden Smart Infrastructure Hub für die Stärkung einer modernen digitalen Wirtschaft sowie die Entwicklung sowohl der Verkehrs- als auch der Gewässer- und Grünflachen-Infrasturuktur.

"In der Tat haben wir erst mal eine Wunschliste möglicher Projekte abgegeben. Wir haben versucht abzuschichten, welche Projekte einen großen Arbeitsmarkteffekt oder Entwicklungsschub in der Region haben. Das haben wir bepunktet, um dann auch die Projekte zu identifizieren, von den wir glauben, dass sie, richtig gut und nachhaltig eingesetzt, den besten Effekt für die gesamte Region und nicht nur die Stadt Leipzig haben", so Jung.

Die Landesregierung reicht die Vorschläge nun beim Bund ein, der diese in das Strukturstärkungsgesetz einfließen lässt. Bereits im April will der Bundestag das entsprechende Gesetz beschließen.