Leipzig-Lindenau : Sanierung der chemischen Reinigung

Die Stadt Leipzig beginnt in einigen Tagen mit der Sanierung der ehemaligen chemischen Reinigung in Leipzig-Lindenau. Im Oktober 2010 sollen die nach Altlasten-Untersuchungen festgestellten Gefahren für das Grundwasser und die Bodenluft beseitigt sein, teilte das Amt für Umweltschutz mit.

Die Erneuerung und Wiederherstellung der Bodenqualität in der Merseburger Straße 122/ Spittastraße 23 kostet insgesamt 890.000 Euro (75 Prozent vom Freistaat Sachsen) und beinhaltet die Entfernung der Schadstoffquelle auf einer Fläche von circa 400 Quadratmetern bis in sieben Meter Tiefe. Bei der Sanierung wird der belastete Boden mittels Großbohrlochverfahren im Durchmesser von 1,2 Metern herausgebohrt, anschließend die Bohrlöcher mit sauberem Kies verfüllt. Der verunreinigte Boden wird einer Bodenbehandlungsanlage zugeführt.

Beim Betriebsgelände in Lindenau handelt es sich um einen Standort, der eine 25-jährige Nutzungsgeschichte als chemische Reinigung aufweist und sich als typisches Hinterhofgewerbe zudem direkt im Wohngebiet befindet. Als Lösungsmittel für die Reinigung kamen chlorierte Kohlenwasserstoffe zum Einsatz, welche durch unsachgemäße Handhabung die Verunreinigung des Bodens, der Bodenluft und des Grundwassers verursachten.

Nach Abschluss der nun beginnenden Sanierungsmaßnahme erfolgen über einen Zeitraum von fünf Jahren Kontrollen zur Überwachung der Bodenluft- und Grundwasserkonzentrationen.