Leipzig macht sich für mehr Fördermittel im Schulhausbau stark

Die Stadt Leipzig appelliert an Landtagsabgeordnete, im aktuellen Doppelhaushalt nicht bei Investitionen in die Sanierung und den Neubau von Schulen zu sparen. +++

Die Stadt Leipzig appelliert an Landtagsabgeordnete, im aktuellen Doppelhaushalt nicht bei Investitionen in die Sanierung und den Neubau von Schulen zu sparen. In einem Brief an Leipziger Landtagsabgeordnete schreibt der Beigeordnete für Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule, Thomas Fabian: „Die im Haushaltsplan des Freistaates Sachsen 2015/16 derzeit vorgesehenen Fördermittel für Schulhausbau wurden offenbar gegenüber den Vorjahren gekürzt und reichen bei Weitem nicht aus.“ Fabian appelliert an die Abgeordneten, sich in den noch laufenden Abstimmungen zum Doppelhaushalt für eine Fortsetzung des „Sonderprogramms Schulhausbau Kreisfreie Städte 2013/14“ in bisheriger Höhe einzusetzen.

In Leipzig steigen die Geburten- und Schülerzahlen seit Jahren stetig. Wurden hier 2009 noch 4997 Kinder geboren, waren es im vergangenen Jahr bereits 6241. Hinzu kommt, dass seit Jahren immer mehr Kinder und Jugendliche im schulpflichtigen Alter nach Leipzig ziehen. Allein in diesem Jahr macht dieser Zuwachs rechnerisch rund 15 Schulklassen zusätzlich aus. Die Bevölkerungsentwicklung der vergangenen Jahre in Leipzig übersteigt alle Prognosen der Statistik-Experten.

Die Kapazitätsgrenzen sind bereits jetzt an zahlreichen Schulen in Leipzig erreicht. So stoßen momentan 15 von 66 Grundschulen an ihre Grenzen, bei den Oberschulen sind es neun von 23, von den 16 städtischen Gymnasien haben 13 ihre Kapazität erreicht oder bereits überschritten.

Den Bedarf an Fördermitteln des Freistaates für den Schulhausbau in Leipzig beziffert die Stadt in diesem und im nächsten Jahr auf jeweils mindestens 16 Millionen Euro. Dies entspricht den Mitteln für Leipzig aus dem „Sonderprogramm Schulhausbau – Kreisfreie Städte 2013/14“.

„Ohne eine entsprechende Förderung durch den Freistaat kann die Stadt Leipzig die notwendigen Investitionen in den Schulhausbau nicht stemmen“, betont Fabian.