Leipzig: Mehr Raum für Flüchtlinge

Am Dienstag wurde das dritte Großzelt am ehemaligen Flughafen in Leipzig-Mockau errichtet.

Aus zwei mach drei. Am Montag fand man auf dem ehemaligen Flughafengelände in Leipzig Mockau noch Brachland, einen Tag später sind bereits zwei weitere Großzelte errichtet. Insgesamt sollen 800 Flüchtlinge darin Platz finden. Zu jedem der Zelte gibt es ein Heizaggregat im Außenbereich. Die Luft wird damit erhitzt und in die Zelte eingeblasen, was die Zelte somit winterfest macht.

Man will dem Flüchtlingsstrom Herr werden. Daher sind weitere Notunterkünfte geplant und sollen schnellstmöglich umgesetzt werden. Wie auch das ehemalige Interpelzhochhaus in der Leipziger Innenstadt. Hier soll Raum für 500 Asylbewerber geschaffen werden.

Das diese Politik einigen nicht zu passen zeigte sich in den vergangenen Tagen. Oberbürgermeister Burkhard Jung wurde durch ein mittlerweile abgedecktes Graffiti am Interpelzhochhaus mit den Worten „No Asyl – OB Jung wir kriegen dich“ und einem Galgen bedroht. Burkhard Jung reagierte auf die Drohung seiner Person über die sozialen Netzwerke wie folgt:

„Auch wenn die Drohungen gegen mich zunehmen: Ich lasse mich durch niemanden einschüchtern und habe ein weiteres mal Strafanzeige erstattet. Das ist das Ergebnis des Hasses, der seit einem Jahr von den so genannten Rettern des Abendlandes gesät wird. Heute richten sich die Drohungen gegen mich und andere; im Kern sind sie aber ein Angriff auf uns alle und unsere Freiheit.“

Die Worte und Drohungen von Legida und Co. werden immer deutlicher. Nach der Messerattacke auf die neue Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker und der Galgendrohung gegen Merkel und Sigmar Gabriel während einer Pegida-Demo, wird nun auch im Falle des Leipziger Oberbürgermeisters ermittelt.