Leipzig-Mitte: Erst Werkzeug gestohlen, dann Mann gewürgt

Ein Monteur (38) einer Firma erhielt am 23.06.2010 den Auftrag, einen Aufzug in der Thomasiusstraße, Leipzig-Mitte, zu reparieren.

Polizeiberichten zufolge begann er gegen 9 Uhr im Keller, wo sich der Maschinenraum befindet, und stellte sich sein Werkzeug zurecht. Nach gut einer Stunde bemerkte er das Fehlen von Arbeitsmitteln im Treppenhaus. Er schaute überall nach, konnte jedoch beide Werkzeugkoffer mit einem Akkuschrauber, einer Bohrmaschine sowie Bohrersatz, einer Werkzeugweste mit Firmenaufschrift sowie ein Handy im Wert von insgesamt etwa 800 Euro nicht finden. Er entschloss sich, seine begonnene Arbeit zu beenden. Gegen 11:30 Uhr sah er einen jungen Mann im Keller, der dem Monteur zu verstehen gab, dass er zwei Männer mit Werkzeugkoffern hatte flüchten sehen und zeigte ihm die Fluchtrichtung. Der Monteur lief zunächst in Richtung Lessingstraße, als er den Verdacht hegte, hier könne etwas nicht stimmen, so die Polizei. Er ging zurück, der „Informant“ stand noch dort. Plötzlich kam ein zweiter Mann mit einem schwarzen Rucksack aus dem Eingang Thomasiusstraße, beide flüchteten. Der Arbeiter folgte ihnen bis zu einem Hinterhof in der Funkenburgstraße. Dort stellte er sie bezüglich des gestohlenen Werkzeugs zur Rede. Sie gaben jedoch nur Ausflüchte und rannten in verschiedene Richtungen weg. Den Rucksackträger bekam er dann an der Straßenbahnhaltestelle Leibnizstraße zu fassen. Als dieser in eine Bahn einsteigen wollte, versuchte der Monteur, ihn daran zu hindern. Jetzt griff der Täter zu, würgte den Mann massiv am Hals und zog ihn mit in die Straßenbahn. Dort kam es zu weiteren Auseinandersetzungen, bei denen der Geschädigte weiter mit beiden Händen am Hals gewürgt wurde. Eine Zeugin (68) wurde aufmerksam, verständigte die Polizei. Das Opfer stieg unterdessen wieder aus der Bahn aus, fuhr zurück und lief zu seinem Arbeitsplatz, wo er fast zusammenbrach. Hausbewohner bemerkten dies, riefen die Polizei. Bei den Beamten erstattete der Mann, der auf Grund seiner Verletzungen in einem Krankenhaus behandelt werden musste, dann Anzeige.

Folgende Personenbeschreibungen liegen vor:

1. Person:
18 bis 20 Jahre alt, ca. 1,75 m groß, kurze schwarze, nach oben gekämmte Haare, mit südländischer Akzent, südosteuropäisches Aussehen.

2. Person (mit Rucksack): 1
18 bis 20 Jahre alt, ca. 1,75 m groß, sehr rundes Gesicht, trug blau-weiße Shorts, ein helles Basecap und hatte einen schwarzen Rucksack auf dem Rücken.

Die Polizei hat die Ermittlungen wegen Körperverletzung und Diebstahls aufgenommen.