Leipzig muss noch einmal wählen

Bei der Oberbürgermeisterwahl in Leipzig am vergangenen Wochenende hat keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit bekommen. So müssen die leipziger in drei Wochen noch einmal an die Wahlurnen treten. +++

Die Ergebnisse zeigen Burkhard Jung mit 40,2 Prozent zwar deutlich vor Wawrzynski (25,9 Prozent), dennoch fehlten dem amtierenden SPD-Oberbürgermeister zur absoluten Mehrheit und seiner Wiederwahl im ersten Wahlgang noch rund zehn Prozent. Dennoch zeigte sich Jung Radio Mephisto gegenüber mit der Wahl vorerst zufrieden:

„Fünf Kandidaten gegen einen, das ist ja auch nicht einfach. Trotzdem wird sichtbar, dass die Menschen akzeptieren und auch würdigen, was in den letzten Jahren geschafft worden ist.“Barbara Höll schaffte 15,5 Prozent. Sie zeigte sich zufrieden und sah im zweiten Wahlgang ein deutliches Signal der Bürger. Sie teilte Radio Mephisto mit: „Ich freue mich erstmal sehr, dass die Wahlbeteiligung wieder gestiegen ist.

Viele Leipzigerinnen und Leipziger sagen, es muss was getan werden, ich will hier mit entscheiden. Zweitens hat der Amtsinhaber es nicht im ersten Wahlgang geschafft, das ist ein eindeutiges Zeichen, dass Show allein nicht reicht.“Überraschend stark war dagegen Felix Ekardt, der an den zehn Prozent kratzte (9,8 Prozent der Stimmen holte der Grünen-Politiker).

Die sächsische Landesvorsitzende der Grünen, Claudia Maicher, äußerte sich Radio Mephisto gegenüber zufrieden: „Das ist ein sehr gutes Ergebnis für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Wir können auch in einer Stadt mit einem SPD-Platzhirsch punkten und zufrieden sein. Der GRÜNE Aufwärtstrend setzt sich auch in Leipzig fort. Immer mehr Leipzigerinnen und Leipziger wollen ein Stadtoberhaupt, dass sich ernsthaft um Politik für Kinder, echte Bürgerbeteiligung und eine moderne Stadtentwicklung kümmert.“

Eine herbe Pleite musste dagegen die FDP hinnehmen. René Hobusch schaffte nicht mal zwei Prozent. Dirk Feiertag erreichte dagegen gute 6,9 Prozent und zeigte sich mit seinem „Achtungserfolg“ zufrieden. Ein zweiter Wahlgang am 17. Februar steht aber definitiv bevor. Ob dann erneut eine Wahlbeteiligung von 40,7 Prozent erreicht wird, bleibt abzuwarten. Im Vergleich zur letzten Wahl 2006 war es aber definitiv ein Zuwachs um mehr als sechs Prozent.

Quelle: Leipzig Fernsehen

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