Leipzig: Neues Projekt gegen Rechtsextremismus an Berufsschulen

Durch das Modellprojekt „Starke Lehrer-Starke Schüler“ sollen Lehrkräfte in den kommenden drei Jahren besser auf fremdenfeindliche Konfliktsituationen im Unterricht vorbereitet werden.

In Leipzig fiel am Freitagvormittag der Startschuss für ein neues Modellprojekt. Gemeinsam
mit der Robert Bosch Stiftung will sich das sächsische Kultusministerium künftig gegen
rechtsextreme Ansichten an Berufsschulen einsetzen.

Studien warnen bereits seit mehreren Jahren vor einer Zunahme fremdenfeindlichen Gedankenguts
in der Gesellschaft. An den Berufsschulen des Freistaates ist Rechtsextremismus zwar keine
Massenerscheinung, dennoch gehören seine Ansätze immer mehr zum Alltag.
Durch das Modellprojekt „Starke Lehrer-Starke Schüler“ sollen Lehrkräfte in den kommenden
3 Jahren deshalb besser auf solche Konfliktsituationen vorbereitet werden.

Im Rahmen des Modellprojekts erhalten 25 Lehrer an neun sächsischen Schulen wissenschaftliche
Unterstützung von Mitarbeitern der TU Dresden. An mehreren großen Workshoptagen werden die
Pädagogen gemeinsam geschult. Zudem gibt es in jedem Schulhalbjahr 3 Projekttage, die direkt
an den Berufsschulzentren stattfinden. An diesen sollen sie lernen, besser mit fremdenfeindlichen
und antidemokratischen Äußerungen in den Klassen umzugehen.

Die Staatsministerin erhofft sich von dem Projekt auch weitere Vorteile. So sollen die Ergebnisse
einerseits in die Lehrerfortbildung einfließen und andererseits die Ausbildung künftiger Lehrkräfte
positiv beeinflussen.

Oftmals sind Berufsschulen die letzte Möglichkeit pädagogisch Einfluss auf die Jugendlichen zu
nehmen. Deshalb erhoffen sich Kultusministerium, Wissenschaftler und nicht zuletzt die Schulen
selbst einen positiven Projektverlauf.

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