Leipzig plant Mammut-Investitionen: 165 Millionen für Modernisierung der Schulen

Die Schulsituation in Leipzig ist bedenklich. Marode oder fehlende Schulgebäude sind Alltag in der Messestadt. Das soll sich in den nächsten vier Jahren ändern. Am Dienstag präsentierte die Stadtverwaltung ein Programm, dass die Mängel auf lange Sicht beheben soll. +++

Eigentlich können sich die Leipziger Schulen sehen lassen. Und wenn nicht, dann folgen meistens umfangreiche Sanierungsmaßnahmen. Rund ein Drittel der Lehranstalten ist modernisiert. Um in der Zukunft alle Schulgebäude der Messestadt auf den neuesten Stand zu bringen und das Schulnetz zu vergrößern, wird in der Stadtratsversammlung ein Programm zur Kapazitätserweiterung vorgelegt.

Der Bedarf nach einem größeren Schulnetz kommt nicht von ungefähr: Im nächsten Jahrzehnt müssen Leipziger Schulen mit einer Fülle von Schülern rechnen.

Insgesamt sollen 165 Millionen Euro in die Infrastruktur der Schulen ab 2013 bis 2016 investiert werden. Die Stadt Leipzig übernimmt dabei circa 60 Prozent der Kosten – der Freistaat Sachsen steuert die restlichen 40 Prozent als Kofinanzierung bei.

Das Investitionsprogramm soll dann im September der Ratsversammlung zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Wenn der Stadtrat das Vorhaben bewilligt, liegen für 94 Baumaßnahmen Planungsbeschlüsse vor. So können sich die Leipziger hoffentlich bald gänzlich von maroden Schulruinen verabschieden.