Leipzig rüstet sich zum Protest, zum Protest gegen Rechtsextremismus

Am Samstag werden mehrere tausend Menschen in Leipzig zu verschiedenen Veranstaltungen erwartet. Neben dem Opernball, dem RB Leipzig Spiel und einigen Konzerten und Shows haben Rechtsexteme vier Demonstrationen angemeldet. Um die öffentliche Sicherheit und Ordnung nicht zu gefährden, hat die Stadt Leipzig eine der Neonazi-Demonstration sofort verboten.

Interview: Heiko Rosenthal, Bürgermeister für Ordnung

Die Anwälte der Organisatoren der sogenannten Sternmärsche haben daraufhin Einspruch eingelegt, so dass nun das Verwaltungsgericht bis Samstag entscheiden muss. Somit ist noch offen, ob die Kundgebung an der Ostseite des Hauptbahnhofes stattfinden wird oder marschiert werden darf.

Interview: Horst Wawrzynski, Polizeipräsident Leipzig

Die Polizei hat deutschlandweit Kräfte angefordert. Doch diese sind aufgrund der bundesweit hohen Veranstaltungsdichte an diesem Tag begrenzt. Über die Zahl der Einsatzkräfte in Leipzig machte der Polizeipräsident keine Angaben. Doch sollte das Gericht den Aufzug genehmigen, so schätzt Wawrzynski die Lage als kritisch ein.

Interview: Horst Wawrzynski, Polizeipräsident Leipzig

Einen weiteren Einsatzschwerpunkt sieht die Polizei beim Leipziger Opernball.

Interview: Horst Wawrzynski, Polizeipräsident Leipzig

Die Stadt hat den Organisatoren der Demonstrationen insgesamt 21 Auflagen erteilt. Darin heißt es beispielsweise, dass die Demonstranten keine Bomberjacken und Springerstiefel tragen dürfen, keinen Alkohol oder Waffen bei sich haben dürfen und es ist untersagt im Takt zu singen.

Auch Megaphone wurden aufgrund möglicher Lärmbelästigung untersagt.

Zu den rechten Kundgebungen werden etwa 1.500 Leute erwartet. Zu allen Veranstaltungen in Leipzig etwa 5.000.

Die Stadt Leipzig und der Oberbürgermeister rufen die Leipziger zu gewaltfreien Protesten gegen Neonazismus, Rassismus und Antisemitismus auf und appellieren an die Leipziger, so aktiv für demokratische Grundwerte einzustehen.