Leipzig-Südost: Gehbehinderte Frau beraubt

Äußerst gemein verhielt sich am Samstag ein unbekannter Täter gegenüber einer gehbehinderten Leipzigerin (70).

Die ältere Dame, an zwei Krücken wegen einer Hüftoperation laufend, kehrte gegen 13.00 Uhr nach Hause in die Sigismundstraße zurück. Im Treppenhaus bemerkte sie hinter sich eine männliche Person. Der Mann fragte sie, ob er ihr helfen könne, doch sie verneinte. Als „Dank“ hielt der Unbekannte ihre Tasche, die sie an einem langen Henkel schräg über dem Oberkörper trug, fest und zog sie ihr dann über den Kopf. In diesem Moment musste die Frau, die sich mit einer Hand am Geländer festhielt, loslassen und fiel mit den Knien auf die Stufen. Zum Glück verletzte sie sich nicht.

Während dessen flüchtete der gewissenlose Räuber mit der Handtasche aus dem Haus. Darin befand sich ein Portmonee mit ca. 50 Euro, Personalausweis und anderen persönlichen Dokumenten. Das Opfer konnte den Täter als schlanken und ca. 170 bis 175 cm großen 20- bis 30-Jährigen beschreiben. Die Geschädigte hatte um Hilfe gerufen und dann bei ihrer Nachbarin geklingelt, welche die Polizei verständigte.

Wenig später kam ein Hausbewohner (64) zurück und fand im Treppenhaus, neben der Haustür, eine braune Lederhandtasche mit langen Henkeln. Da es in der Tasche keinerlei Hinweise auf die Besitzerin gab, legte er diese im Haus ab. Sie wurde später dann von Polizeibeamten als die der 70-Jährigen geraubten erkannt und an sie zurückgegeben.