Leipzig und seine Wasserstraßen – eine ganz besondere Liebesbeziehung

Den Karl-Heine-Kanal mal anders zu erleben, dass ermöglicht das Theater der Jungen Welt. Leipzig Fernsehen hat sich mit auf die Reise begeben. +++

Der Karl-Heine-Kanal im Leipziger Westen. Das Wasser ruht in sich. Dazu ein lauer Juniabend. Dies ist die ideale Kulisse für die Freiluftbühne des Theater der Jungen Welt. Zum zweiten Mal nach 2008 wagen sich die Regisseure und Schauspieler des Lindenauer Theaters hinaus aufs Wasser. Und mit ihnen zu jeder Fahrt eine Handvoll Zuschauer.

Interview: Romy Kuhn, Regisseurin am TdjW

„Fremde Farben – Fremde Töne“ heißt die abenteuerliche Tour. Sie dauert 75 Minuten und umfasst elf Stationen. Oder anders: Eine Reise durch die Zeit, durch Träume. Träume der Darsteller. Der Passagiere. Der Leipziger.

Interview: Romy Kuhn, Regisseurin am TdjW

Unter den Brücken des Kanals hindurch dienen diese – und die Häuserschluchten zur rechten und zur linken – als Bühnenbild. Eine Bühne für den Seemannschor, der die Passagiere auf eine spannende und gefährliche Reise verabschiedet. Vorbei an sehnsuchtserweckenden Musikanten. Längs des Arbeiterchors, der mit in die Vergangenheit nimmt, führt der Kanal in die Tangobar des fernwehkranken Wirtes.

Weiter geht es zu den exotisch wirkenden Musikern am Stelzenhaus. Bereits dort ist der Sog der Leipziger Lorelei zu spüren, die das Schiff zum Kentern bringen will. Ist die Gefahr überwunden – und haben auch die Fürsten das Schiff nicht einnehmen können, endet die Reise im Camp Happiness. Mit einem Happy End?

Die Antwort gibt das Theater der Jungen Welt am Wochenende mit weiteren Fahrten entlang des Kanals.