Leipzig will aus Sachsen-Finanzgruppe ausscheiden

Gemeinsam mit den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen beabsichtigt die Stadt Leipzig noch in diesem Jahr aus der Sachsen-Finanzgruppe auszuscheiden. Bislang gehören alle drei zu den Anteilseignern. +++

Entsprechende Beschlüsse des Stadtrates und der Kreistage sollen den Weg für einen Austritt frei machen. Mit dem Auscheiden verbunden ist die Rückübertragung der Trägerschaft an der Stadt- und Kreissparkasse Leipzig an den Sparkassenzweckverband und den Landkreis Nordsachsen.
Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung: „Die Sachsen–Finanzgruppe war in den ersten Jahren sinnvoll; auch die Stadt hat von der Mitgliedschaft profitiert. Unter den jetzigen Rahmenbedingungen bringt eine weitere Mitgliedschaft für die Stadt aber keine Vorteile.“
Landrat Dr. Gerhard Gey ,Landkreis Leipzig, kommentiert: „Den Austritt begrüße ich, da wir dann wieder ein einheitliches System von kommunalen Sparkassen in der Region haben.“
Nordsachsens Landrat Michael Czupalla ergänzt: „In Sachsen sind wir auf einem guten Weg und regen ein einheitliches Sparkassensystem im Freistaat an.“
Die Sachsen-Finanzgruppe ist 2003 aus dem Sachsen-Finanzverband hervorgegangen. Derzeit befinden sich fünf regionale Sparkassen unter ihrem Dach, darunter auch die Stadt- und Kreissparkasse Leipzig. Ursprünglicher Sinn war es, die Kräfte der Sparkassen zu bündeln und ihre Zusammenarbeit untereinander und mit der damaligen Sachsen LB zu fördern. Nach den ersten erfolgreichen Jahren blieb die Sachsen-Finanzgruppe aber hinter diesen Erwartungen zurück.
Für eine Auflösung zeichnet sich die erforderliche Einstimmigkeit im Moment noch nicht ab. Aus diesem Grund gehen Leipzig, der Landkreis Leipzig und der Landkreis Nordsachsen den Weg des gemeinsamen Ausscheidens.