Leipzig wird Grün – Fernwärme ohne Braunkohle ab 2022

Leipzig - Bis 2022 möchte Leipzig komplett auf Braunkohle bei der Fernwärme verzichten. Für dieses Projekt nehmen die Stadtwerke Leipzig rund 300 Millionen Euro in die Hand.

Leipzig will neue Wege in Sachen Energieversorgung gehen. Um in Zukunft umweltbewusster zu werden, möchte die Stadt in den kommenden Jahren ohne Braunkohle in der Wärmeversorgung auskommen. Aktuell wird 50% der Energie auf diese Art erzeugt. Für die Stadtwerke um Geschäftsführer Karsten Rogall wird diese Aufgabe ein selbst ernanntes Jahrhundertprojekt. Somit wird es eine anspruchsvolle Aufgabe, die nicht von heute auf morgen zu erledigen ist. Bis zum September 2022 möchte die Stadt Leipzig den laufenden Wärmeenergievertrag mit dem Kraftwerk

Lippendorf beenden. Diese Art der Wärmeenergie soll ab dann - im Idealfall - nur aus erneuerbare Energie kommen.

© Leipzig Fernsehen

Damit verbunden sind auch leichte Veränderungen für die Bewohner der Stadt, so Oberbürgermeister Burkhard Jung. Insgesamt investieren die Leipziger Stadtwerke rund 300 Millionen Euro in das Projekt, damit Leipzig ein Stück grüner wird. Um die Wärmeenergie auch in Zukunft sichern zu können, müssen neue Kraftwerke gebaut werden, erklärt Karsten Rogall. Die Planungen für das neue Kraftwerk an der Bornaischen Straße laufen. Der erste Spatenstich soll im dritten Quartal 2020 erfolgen.