Leipzig-Zentrum: getreu dem Motto „doppelt hält besser“?

Ein Leipziger (34) handelte am Montag gleich zweimal äußerst dreist.

So hatte er zunächst vor, in die Wohnung seiner ehemaligen Lebenspartnerin in der Jahnallee einzubrechen. Dazu stellte er am helllichten Tag, gegen 14:45 Uhr, eine Leiter an das Hinterhaus. Auf diese Art und Weise gelangte er auf das Vordach, um dann die Feuerleiter zu der von ihm begehrten Wohnung zu nutzen. Anschließend schlug er die verglaste Balkontür ein, öffnete noch gewaltsam ein Fenster und stand dann, mit einem Küchenmesser bewaffnet, in der Wohnung.

Die völlig überraschte Frau (40) erkannte ihn wieder, flüchtete sofort aus ihrer Wohnung in ein gegenüber liegendes Geschäft und sah ihn dann mit Computertechnik aus dem Haus kommen. Sie rief die Polizei und die Beamten stellten ihn noch in Tatortnähe. Der 34-Jährige hatte einen PC, einen Monitor, vier Armbanduhren, einen goldfarbenen Anhänger und eine Ausweismappe „mitgenommen“ und gab an, dass all dies sein Eigentum wäre.

Nur gut zwei Stunden später betrat der Leipziger ein Fahrradgeschäft in der Kolonnadenstraße. Dort bedrohte er zunächst die Kunden verbal. Danach nahm er ein schwarzes Damenfahrrad „Aarios“, 28 Zoll, im Wert von 950 Euro aus der Ausstellung und flüchtete damit in Richtung Käthe-Kollwitz-Straße. Ein Mitarbeiter (24) rief die Polizei und gab gemeinsam mit zwei Zeugen eine Personenbeschreibung des Täters.

Die ermittelnden Beamten hatten auf Grund derer nur noch zu gut den zuvor gestellten Einbrecher in Erinnerung und fuhren zu dessen Adresse. Sie trafen den Mann jedoch nicht an. Da ihnen die Personalien seiner Freundin bekannt waren und sie einen Schlüssel zur seiner Wohnung hat, fuhren sie gemeinsam mit ihr dorthin und überprüften die Wohnung des Verdächtigen. In der Küche stand das gestohlene Rad, welches sie sicherstellten und an den Mitarbeiter des Geschäfts übergaben. Gegen den 34-Jährigen wurde ein Strafverfahren wegen Einbruchs und Diebstahls eingeleitet.