Leipziger Babys bekommen eigenen Notarztwagen

Leipzig – Die Björn Steiger Stiftung übergab am Montag einen Notarztwagen der nur für Neugeboren gedacht ist.

Dank des neuen Notarztwagens „Felix“ sind seit Montag auch die kleinsten Leipziger in guten Händen. Die Björn Steiger Stiftung hatte das neue Rettungsfahrzeug, das speziell für Neugeborene konzipiert wurde, im Mercedes-Benz Stern Auto Center feierlich an das St. Georg Klinikum, das Herzzentrum Leipzig und an das Universitätsklinikum übergeben. In dem neuen Wagen wurde vorallem Wert auf die Sicherheit der Babys gelegt. Neugeborenen seien besonders empfindlich beim Transport, so Pierre-Enric Steiger, der Präsident der Stiftung.

„Die Schwierigkeit für die Frühchen ist, wenn sie in längs der Fahrtrichtung liegen, dass sie die ganzen Beschleunigungs- und Bremswirkungen komplett auf ihre Fontanelle, sprich auf den noch nicht ganz ausgereiften Kopf bekommen. Und  dadurch können Hirnblutungen entstehen“, erklärte Pierre-Enric Steiger.

Um dieses Problem zu lösen wurde im neuen Notarztwagen der Inkubator für die Neugeboren quer angeordnet, so werden die Kleinen vor Vibrationen und Schwingungen geschützt.

„Das besonders Wichtige ist, dass man hier mit der fahrenden Intensivstation, praktisch zum bedrohten, zum vielleicht vital lebendsbedrohten Neugeborenen, Frühgeborenen kommen kann, es primär sehr gut versorgen kann und es in dann in ein Zentrum transportieren kann“, so Dr. Prof. Michael Borte, Chefarzt für Neonatologie am St. Georg Klinikum Leipzig.

18 Monate lang sammelte die Björn Steiger Stiftung Spenden, um die 200.000 Euro für „Felix“ finanzieren zu können. Für die Zukunft sollen noch drei zusätzliche Inkubatoren für den Notarztwagen angeschafft werden.