Leipziger Ballett meets Kunstkraftwerk

Leipzig – Mit seiner Reihe „Tanz in den Häusern der Stadt“ trat das Leipziger Ballett am Donnerstagabend im Kunstkraftwerk im Leipziger Westen auf.

Immer wieder werden die industriellen Hallen des ehemaligen Heizkraftwerkes mit außergewöhnlichen Kunst- und Kulturdarbietungen bespielt. Dieses Mal – besonders kontrastreich – traf fragiles Ballett auf harte Backsteinwände.

„Mit der Reihe „Tanz in den Häusern der Stadt“ war uns wichtig, Architekturräume mit Bewegung, also Geschichten, die die Tänzer mitbringen, zu füllen. Aber auch jedes Haus bringt seine eigene Geschichte mit. Sich damit auseinanderzusetzen und mit Bewegung den Raum durchaus nochmal anders zu füllen. Vielleicht dadurch in der Kommunikation miteinander nochmal ganz andere Geschichten entstehen“, so Mario Schröder, Ballettdirektor.

Eine interaktive Melange aus der Kunst von Bewegung, Musik und Bild veranlasste die Zuschauerinnen und Zuschauer in ein sich bildendes vierdimensionales Kraftfeld einzutauchen.

Für die Performerinnen und Performer war die Interaktion mit dem Video-Mapping gut und gerne eine Herausforderung.

„Am Anfang war es ein bisschen herausfordernd, weil die Videoinstallation offensichtlich nicht für Tanzperformances gemacht ist. Ich musste mich der Herausforderung stellen. Also was habe ich gemacht? Ich habe versucht, über dieses Gefühl hinwegzukommen. Nun, das ist jetzt das Endergebnis. Es war wirklich eine großartige Erfahrung, das hier zu machen“, so Diaz, Balletttänzer.

Jeder, der diese Erfahrung machen will, muss leider bis zur nächsten Spielzeit warten. Im Kunstkraftwerk tritt das Ballettensemble dann im November wieder auf und zieht alle in den Bann.