Leipziger Basketballerinnen verpassen Pokal-Achtelfinale

Die Bundesliga-Basketballerinnen des BBV Leipzig haben das Achtelfinale des DBBL-Pokals verpasst. Am Mittwochabend verloren die Eagles das einzige Erstliga-Duell der zweiten Runde mit 68:83 (37:37) und schieden damit aus.

Vor über 100 Zuschauern in der Sporthalle Brüderstraße hielt das Team von Trainer Steffen Merker die Partie lange offen, führte streckenweise sogar, leistete sich in der entscheidenden Phase aber zu viele Fehler. Beste Werferinnen beim BBVL waren Britta Hueske mit 24 Punkten und Lacey Haughian mit 18 Zählern.

„Es ist bitter, dass wir uns am Ende selbst um den Lohn bringen“, sagte Merker enttäuscht.
„Wolfenbüttel wollte den Sieg letztlich einen Tick mehr als wir. Aber wir haben gesehen, dass wir sie schlagen können und das wollen wir in der Liga auch in anderthalb Wochen zeigen.“ Etwas weniger dramatisch sieht Peter Maciej das Ausscheiden aus dem Pokal. „Wir haben lange gut gespielt“, meinte Leipzigs Sportlicher Leiter. „Das Aus ist kein Beinbruch, denn was zählt ist die Partie in anderthalb Wochen.“

Wie auch Coach Merker machte BBVL-Top-Scorerin Britta Hueske drei aufeinander folgende Fehler im Schlussabschnitt als Hauptursache der Niederlage aus: „Die haben richtig wehgetan und uns das Spiel gekostet.“

Das Desaster aus Eagles-Sicht begann knapp dreieinhalb Minuten vor Spielende. Beim Stand von 66:66 ließ die Merker-Fünf erst einen leichten Korbleger von Charmaine Callahan (13 Punkte, 9 Rebounds) zu. Bei einem Einwurf im folgenden Angriff fand BBVL-Regisseurin Angela Pace keine Anspielstation und verlor deshalb den Ball. Wolfenbüttel versenkte durch die bis dato unauffällige Carla Bartee einen Dreipunktwurf. Einen weiteren Fehlpass der Gastgeberin nutzte anschließend der überragende Ex-Eagle Katarina Flasarova (21) eiskalt. Die ansonsten gute Leipziger Centerin Haughian verschenkte zwei Freiwürfe und Bartee konterte mit einem weiteren Dreier. 66:76 – bei den
Eagles ging nicht mehr viel, womit das Spiel gelaufen war.

Für die Adler gilt es nun die Pokal-Pleite schnell abzuhaken. Denn bereits am Sonntag muss der Tabellenachte beim amtierenden Meister und ungeschlagenen Spitzenreiter TV Saarlouis ran (Anwurf 15 Uhr). „Wir haben nichts zu verlieren, können deshalb relativ unbeschwert in dieses Spiel gehen“, sagt Merker, „und werden sehen, was im Saarland geht.“

Quelle: BBVL