Leipziger BMW-Werk feiert Jubiläum

Vor zehn Jahren rollte im Leipziger BMW-Werk das erste Fahrzeug vom Band. Heute sind dort 4.700 Mitarbeiter beschäftigt. Der Autobauer, die Stadt Leipzig und der Freistaat Sachsen luden am Freitag zur Geburtstagsfeier. +++

Die Stadt Leipzig kann sich in diesem Jahr vor Jubiläen kaum retten. Neben 1000 Jahre Ersterwähnung und 850 Jahre Leipziger Messe wurde am Freitag auch weiterer wichtiger runder Geburtstag gefeiert. Denn im März 2005 begann im Norden der Stadt eine ganz besondere Erfolgsgeschichte, von der Leipzig bis heute zehrt.

Die Rede ist vom Leipziger BMW Werk. Am 1. März 2005 lief hier das erste Auto vom Band – ein BMW 320i. Mittlerweile werden in Leipzig fünf neue Modelle gebaut – die Stammbelegschaft ist auf 4700 Mitarbeiter angewachsen. Sowohl der Autobauer, als auch die Stadt Leipzig und der gesamte Freistaat Sachsen sind deshalb in Feierlaune. Doch, spulen wir mal kurz zurück…

Um die Jahrtausendwende hatten sich 250 Gemeinden aus ganz Europa als Standort für ein neues BMW-Werk beworben. Im Jahr 2001 bekam Leipzig den Zuschlag. Ein Jahr später folgte der Spatenstich mit dem damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder. Und dann wurde geackert was das Zeug hält.
Inzwischen fahren 1,6 Millionen in Leipzig gebaute BMW in der ganzen Welt herum. Und nicht nur das…. mit dem Produktionsstart des Elektroautos BMW i3 im September 2013 betrat der Autobauer Neuland. Das macht sogar den Ministerpräsidenten stolz. Für die elektrisch betriebene „Freude am Fahren“ haben die Leipziger Autobauer spätestens mit Elektro-Sportwagen i8 gesorgt, der auch beim Festakt der Hingucker war. Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung sah aber eher das große Ganze. Zwei Milliarden Euro hat BMW in den Standort gesteckt, ohne die Entscheidung für Leipzig würde es heute in der Stadt anders aussehen, so Jung.

Am Freitag sind im Leipziger BMW-Werk aber wahrscheinlich nicht wie sonst 870 Autos vom Band gerollt. Das lag daran, dass die Mitarbeiter während des Festaktes Pause hatten, um die Übertragung sehen zu können. Mittlerweile läuft aber alles wieder normal. Und wer weiß, vielleicht kommen in den nächsten Jahren ja noch ein paar neue Modelle dazu.