Leipziger Bündnis will Zeichen gegen Krieg setzen

Leipzig - Auch in diesem Jahr findet am Ostersamstag in Leipzig ein Ostermarsch im Rahmen der Friedensbewegung statt.

Das Bündnis "Leipzig gegen Krieg" veranstaltet um 10 Uhr auf dem Augustusplatz eine Kundgebung für den Frieden. Ab 12 Uhr wird es eine Demo durch die Leipziger Innenstadt geben.

Die Demonstranten wollen zum Abschluss den Oberbürgermeister Burkhard Jung dazu auffordern, sich stärker für den Weltfrieden einzusetzen.

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Burkhard Jung ist Mitglied im Internationalen Bündnis für den Frieden "Mayors for Peace". Vor dem Neuen Rathaus wollen die Demonstranten ihn nach ihrem Marsch zu mehr Engagement bewegen. 

Auf der Kundgebung wird auch der ehemalige Rektor der Uni Leipzig , Cornelius Weiß, sprechen. Außerdem wird der Musiker "Prinz Chaos II." auftreten. Schließlich wird ein Schwert in eine Sichel umgeschmiedet, die am Weltfriedenstag als Leipziger Friedenspreis übergeben wird.

45 Milliarden Euro für die Aufrüstung

Torsten Schleip vom Bündnis "Leipzig gegen Krieg" argumentiert, dass es genug Probleme auf der Welt gebe, für die Geld ausgegeben werden kann. Trotz Klimakrise, Altersarmut, Mietenexplosion und Co. wird weiter Geld in die Rüstungsindustrie gesteckt: für 2020 ist ein erneuter Anstieg der Verteidigungsausgaben um 4,3% auf 45,10 Milliarden Euro vorgesehen.

Das Bündnis "Leipzig gegen Krieg" hat zu diesen Rekordwerten eine klare Position: "Die Bundesregierung sollte eher über eine Zurücknahme des 2%- Ziels oder die Kündigung des Truppenstationierungsvertrages nachdenken, als weiterhin Abermilliarden in eine neue Rüstungsspirale zu stecken und dafür im Sozialbereich zu kürzen."