Leipziger Bürgerumfrage 2011: Straßenbau und Kitas an erster Stelle

Die Messestädter haben in der aktuellen Umfrage deutlich gemacht, was ihnen wichtig ist. So stehen bei den Leipzigern der Ausbau von Kitas und die Sanierung von maroden Straßen an oberster Stelle. +++

Weiterhin ist die Wirtschaftsförderung für viele Leipziger die wichtigste Aufgabe der Lokalpolitik. Sparpotential wird dagegen in der Kulturförderung gesehen.

Weiterhin problematisch betrachten die Bürger die steigende Kriminalität. Generell spielt das Thema Sicherheit eine große Rolle. Auch bei der Jobsuche sind die Leipziger weiterhin skeptisch – es fehlen sowohl Arbeits- als auch Ausbildungsplätze.

Weitere ausgewählte Ergebnisse der Bürgerumfrage:

5 Prozent aller Befragten sehen in ihrem Ortsteil Investitionsbedarf, vor allem angesichts des Zustandes der Straßen sowie der Fuß- und Radwege.
 
2011 gab es eine geringfügige Abnahme der Lebenszufriedenheit und Zukunftssicht im Vergleich zu 2010. Dennoch ist die Lebenszufriedenheit der Leipzigerinnen und Leipziger generell hoch.
 
Gut die Hälfte der Befragten hat in unterschiedlichen Lebensbereichen regelmäßige Kontakte zu Ausländerinnen und Ausländern. Meistens bestehen die Kontakte über die Arbeit.
 
Im Jahr 2011 lag das persönliche monatliche Nettoeinkommen der Leipzigerinnen und Leipziger durchschnittlich bei 1.066 Euro und damit um 30 Euro höher als 2010. Die Selbstständigen konnten an dieser positiven Entwicklung nicht teilhaben. Ihr persönliches Einkommen sank auf 1.085 Euro. 2009 hatte es noch bei 1.316 Euro gelegen.
 
Die Schere zwischen den einkommensstärksten und einkommensschwächsten 20 Prozent hat sich 2011 nicht vergrößert.
 
Fast zwei Drittel der Leipzigerinnen und Leipziger messen der Weiterbildung einen hohen Stellenwert bei. 40 Prozent haben in den letzten drei Jahren an beruflichen Weiterbildungen teilgenommen. Bei Erwerbstätigen wird in drei Viertel aller Fälle die Weiterbildung vom Arbeitgeber finanziert.
 
Jeder Dritte hat in den letzten drei Jahren Veranstaltungen zur allgemeinen Weiterbildung besucht. Hoch im Kurs stehen die Bereiche Gesundheit/ Prävention und Sport sowie Fremdsprachen.
 
16 Prozent der Leipzigerinnen und Leipziger über 18 Jahre üben eine ehrenamtliche Funktion aus. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Rückgang von fünf Prozent. Frauen sind mehr im sozialen Bereich und für Kinder engagiert, Männer häufiger für Sport und Geselligkeit. Das Potenzial für weitere ehrenamtliche Tätigkeit ist groß; jeder vierte Nicht-Aktive zeigt sich interessiert.

Insgesamt betrachtet treibt die Hälfte der Leipzigerinnen und Leipziger mindestens einmal in der Woche Sport. In den Sportvereinen trainiert knapp jeder Vierte mindestens einmal wöchentlich.
 
64 Prozent der Leipziger Haushalte haben mindestens einen privaten PKW. In drei von vier Leipziger Haushalten steht mindestens ein Fahrrad zur Verfügung. Fast jeder dritte Befragte fährt mehrmals in der Woche mit dem Fahrrad; bei Schülern und Studenten sind es sogar 60 Prozent. Mit der Qualität der Radverkehrsanlagen, deren baulichem Zustand und der Verständlichkeit der Führung und Wegweisung sind die Leipzigerinnen und Leipziger im Großen und Ganzen zufrieden. In den Ortsteilen von Leipzig-Grünau bekommen das Radverkehrsnetz und die Qualität der Radverkehrsanlagen die besten Noten.
 
Die Lärmbelästigung in der Wohnung bzw. der Wohnumgebung wird von den Bürgerinnen und Bürgern nicht als besonders hoch eingeschätzt. Am ehesten fühlen sie sich durch Straßenverkehrslärm belästigt.