Leipziger Denkmal für Opfer des Nationalsozialismus gefordert

Gestern, am 27. Januar, gedachten deutschlandweit Millionen von Menschen den Opfern des Nationalsozialismus. Auch in Leipzig gab es Kranzniederlegungen und dazu abgehaltene Gottesdienste. Doch für viele ist dieser eine Gedenkmoment im Jahr nicht genug. Die „Jungen Sozialdemokraten“ der SPD forderten deshalb auf einer gestrigen Kundgebung ein Denkmal für die Opfer. LEIPZIG FERNSEHEN war ebenfalls vor Ort und hat mit den Initiatoren und einigen Leipzigern gesprochen:

Ein Koffer – sonst oft das Symbol für Aufbruch und Freiheit. Am gestrigen frühen Abend jedoch standen die vielen Gepäckstücke auf dem Willy-Brandt-Platz für das genaue Gegenteil: Tod, Inhaftierung, Gewalt und noch schlimmer – millionenfachen Mord. Das Leipziger Friedenszentrum hatte die Koffer in Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus aufgestellt. Jeder war mit einem Foto und der Biografie eines Toten versehen worden. Doch die Organisatoren wollen noch mehr als nur kurze Aufmerksamkeit.

Interview: Holger Mann, SPD – Sächsischer Landtagsabgeordneter

Schon im letzten Jahr war man an die Deutsche Bahn mit dem Vorschlag herangetreten. Nachdem das erste Konzept aufgrund von Sicherheitsbedenken abgelehnt wurde, haben die Initiatoren einen neuen Entwurf vorgelegt.

Interview: Holger Mann, SPD – Sächsischer Landtagsabgeordneter

Bei den Leipziger Bürgern kam die Idee eines Mahnmals auf dem Hauptbahnhof überaus positiv an.

Umfragetöne

Noch in diesem Jahr soll in Zusammenarbeit mit der Leitung des Hauptbahnhofs das Denkmal auf dem historischen Querbahnsteig aufgestellt werden. Dann kann man jeden Tag an die Opfer erinnern und nicht nur am 27. Januar.