Leipziger Einheitsdenkmal: Linke sehen Wettbewerb-Neustart als „Posse“

Laut Medienberichten haben sich viele Fraktionen im Leipziger Stadtrat dafür ausgesprochen, einen neuen Wettbewerb zum Freiheits- und Einheitsdenkmal auszuloben. Die OBM-Kandidatin Barbara Höll sieht darin einen erneuten Imageschaden. +++

„Das Verfahren um das Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmal droht angesichts des erklärten Willens mehrerer Fraktionen im Stadtrat einen neuen Wettbewerb auszuloben, zur Posse zu werden. Dieser Vorschlag suggeriert, dass es am Verfahren gelegen habe, dass die bisher eingereichten Vorschläge nicht überzeugen.“, so Höll zum Streit.

Die OBM-Kandidatin fordert erneut, die Bürger erstmal darüber abstimmen zu lassen, ob sie das 6,5 Millionen Euro teure Denkmal überhaupt wollen, anstatt Gelder für ein neues Verfahren aufzuwenden. „Unabhängig von diesem Vorschlag ist OBM Jung aufgefordert, das juristische Gutachten zum Wettbewerb umgehend dem Stadtrat und der Öffentlichkeit vorzulegen. Es ist nicht
auszuschließen, dass das Gutachten einen Vorschlag zum Ausstieg aus dem Verfahren unterbreitet.“, so Höll weiter.

Laut der Linksfraktion hatte die Verwaltung Ende letzten Jahres einen Abbruch des Verfahrens aus dem Grund abgelehnt, dass diese Kosten dann aus der Stadtkasse beglichen werden müssten. Wie Barbara Höll nun erläutert, gibt es nun allerdings „Anzeichen dafür, dass der Bund auch bezahlt, wenn das Denkmal nicht gebaut wird.“

So oder so vermutet die Linke OBM-Kandidatin aber dennoch, dass der Streit um das Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmal „kein gutes Licht auf Leipzig“ wirft.