Leipziger FDP-Fraktionschef Hesselbarth: „Bürgermeister Müller muss Amt ruhen lassen!“

Eigentlich befindet sich die Leipziger Lokalpolitik momentan in der Sommerpause. Trotzdem wird bei aktuellen Themen wie den „Herrenlosen Grundstücken“ der Ton immer noch schärfer. So kritisiert der Leipziger FDP-Fraktionsvorsitzende Reik Hesselbarth die Stadtspitze. +++

Vor allem bei den brisanten Themen der „Herrenlosen Grundstücke“ und dem „Lindenauer Hafen“ lässt Hesselbarth kein gutes Haar an der Vorgehensweise der Stadtverwaltung. Allen voran Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) und Leipzigs Erster Bürgermeister Andreas Müller.

„Als zuständiger Bürgermeister für das Rechtsamt sollte Herr Müller seinen Posten ruhen lassen. Nach Meinung der FDP muss er das Feld räumen. Gerade als zweiter Stellvertreter für Leipzig wäre der Imageschaden ansonsten enorm.“, forderte Hesselbarth im Interview mit LEIPZIG FERNSEHEN. Nachdem in den vergangenen Jahren mehr als 500 Grundstücke von der Stadt verkauft wurden, ohne die rechtmäßigen Eigentümer zu ermitteln, steht Müller und das Leipziger Rechtsamt massiv unter Druck. „Der OBM Burkhard Jung und Andreas Müller wussten schon seit Januar 2011 darüber Bescheid. Es muss nun endlich alles aufgeklärt werden!“, so Hesselbarth weiter.

Aber auch beim Prestige-Projekt „Lindenauer Hafen“ bemängelt der FDP-Chef die mangelnde Weitsicht: „Was der Oberbürgermeister betreibt, ist eine Mildmädchenrechnung. Das Finanzierungskonzept ist zu sehr auf die Zukunft als auf die Gegenwart ausgelegt.“