Leipziger Friedenskirche: Glocke liegt den Leipzigern zu Füßen

Eine Kirchenglocke gehört, wie der Name schon sagt, in eine Kirche. Im Leipziger Stadtteil Gohlis aber steht seit heute eine solche Glocke vor einer Kirche. Vom Turm der Friedenskirche „schwebte“ sie herunter und soll nicht ohne Grund vorerst zu ihren Füßen liegen bleiben…

Zahlreiche Gohliser standen Dienstagmorgen am Kirchplatz und sahen gebannt nach oben. Ihre Aufmerksamkeit galt dem Turm der Leipziger Friedenskirche. Seit den frühen Morgenstunden waren Bauarbeiter damit beschäftigt, die Kirchenglocke auf ihren Transport vorzubereiten.

Haarrisse in Teilen der Glockenaufhängung hatten ein Sicherheitsrisiko mit sich gebracht.
Seit mehr als einem Jahr durften die Glocken nicht mehr geläutet werden.

Interview: Ute Ellinger – Pfarrerinv Ev.-Luth. Michaelis-Friedens-Kirchgemeinde

Und so „schwebte“ die große Stahlglocke gut gesichert dem Boden entgegen.

Die Glocke hatte ihren Platz in der Friedenskirche im Jahr 1955 erhalten.
Fast 800 Kilogramm ist sie schwer und hat einen Durchmesser von 1265 Millimetern.

Interview: Frank Blumrich – Glockenbauer

Auf ihrem „Landeplatz“ soll sie nun vorerst bleiben – sichtbar für die Menschen in Gohlis und der Stadt.

Interview: Ute Ellinger – Pfarrerin Ev.-Luth. Michaelis-Friedens-Kirchgemeinde

Zwei weitere Bronzeglocken hängen bereits im Glockenstuhl – mit einer dritten Bronzeglocke hätten die Gohliser nicht nur wieder ein Geläut – es würde auch schöner klingen.

Mit Spenden soll das Geld für die neue Glocke aufgebracht werden – rund 6.000 Euro wird die Bronzeglocke kosten.