Leipziger Gutenberg-Preis an Friedrich Pfäfflin

Der Preisträger des Gutenberg-Preises 2013 der Stadt Leipzig heißt Friedrich Pfäfflin. OB Burkhard Jung verleiht den Preis am Donnerstag, 20. Juni, um 19 Uhr im Deutschen Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek. +++

Der Gutenberg-Preis würdigt Pfäfflins vielfältiges Wirken; beispielsweise als Buchgestalter, Typograph, Philologe, Buchreihenerfinder oder Literaturvermittler. Eine Fachjury unter der Leitung von Leipzigs Kulturbürgermeister Michael Faber wählte Friedrich Pfäfflin als Preisträger des Jahres 2013 aus.

„Seine Arbeiten zeichnen sich durch typographische Qualität in Verbindung mit Experimentierfreude und haptischer Entdeckerlust aus“, so das fachkundige Kuratorium. Große Bekanntheit erlangte Pfäfflin vor allem durch seine Gestaltungslogik und Formensprache der Marbacher Magazine, bei denen er das Ausstellungsprinzip der „Schauseite des Archivs“ verfolgt. Dabei sind seine Gestaltungen stets dem Archiv untergeordnet.

Der Typograph Pfäfflin erblickte 1935 in Würzbach im Nordschwarzwald das Licht der Welt. Friedrich Pfäfflin ist u. a. Mitglied der Darmstädter Akademie für Sprache und Dichtung, des PEN-Zentrums und er trägt die Ehrendoktorenschaft der Philosophischen Fakultät der Universität Tübingen. Zu Ehren Pfäfflins wird es im Deutschen Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek eine Ausstellung seiner Arbeiten geben. Diese trägt den Titel „reihenweise – folgenreich/aus der Arbeit eines Serien-Täters“ und ist bis zum 29. September 2013 geöffnet.

Seit 1959 würdigt der Gutenberg-Preis der Stadt Leipzig in Gedenken an Johannes Gutenberg Persönlichkeiten oder Einrichtungen, die sich durch hervorragende, beispielgebende Leistungen um die Förderung der Buchkunst verdient machen. Die Auszeichung ist mit einem Preisgeld von 10.000 Euro dotiert und würdigt Leipzigs Tradition als historisches Zentrum für Druckqualität und Buchkunstpflege. Seit 1993 wird der Gutenberg-Preis im jährlichen Wechsel mit der Stadt Mainz verliehen.