Leipziger Lepraärztin Ruth Pfau besucht nach ihr benannte Schule in Grünau

Seit Dezember vergangenen Jahres trägt das Berufliche Schulzentrum für Gesundheit und Sozialwesen in Grünau den Namen „Ruth Pfau“. Die in Leipzig geborene Ärztin lebt seit mehr als 50 Jahren in Pakistan und kämpft dort unermüdlich gegen die Lepra. Heute hat sie die Schule besucht. +++

Ruth Pfau erzählt. Von ihrem Leben, ihrer Arbeit, ihrer Heimat Pakistan. Und die Schüler hängen gebannt an ihren Lippen. Wann sonst gibt es schon eine Gelegenheit, mit jemandem zu sprechen, der so viel bewegt und erreicht hat in seinem Leben. Und Ruth Pfau hat viel erreicht. 1960 kam die Ärztin und Ordensschwester erstmals nach Karatschi in Pakistan, sah das Leid der Leprakranken und beschloss zu bleiben. Der Kampf gegen die Krankheit sollte ihr ganzes Leben bestimmen. Obwohl ihre Besuche in Leipzig rar sind und die Zeit immer knapp ist, ließ es sich Ruth Pfau nicht nehmen, die Schule zu besuchen, die ihren Namen trägt.

Interview: Dr. Ruth Pfau – Ärztin
 
Viele der Ausbildungsberufe an der Ruth-Pfau-Schule könnten in Pakistan gut gebraucht werden. Ein Schulpartnerschaft ist bereits geplant. Fakt ist, dass der Besuch von Ruth Pfau bei den Schülern einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen hat und vielleicht den einen oder anderen bewegt, einen ähnlichen Weg einzuschlagen.
 
Interview: Andreas Bidmon – Schulleiter 

82 Jahre alt ist Ruth Pfau inzwischen. Dank ihres Einsatzes und dem ihrer Mitarbeiter ist die Lepra in Pakistan unter Kontrolle. Trotzdem kämpft sie in dem krisengeschüttelten Staat weiter unermüdlich für die Schwachen und Kranken. Eine Rückkehr nach Deutschland stand und steht außer Frage.

Interview: Dr. Ruth Pfau – Ärztin

Weitermachen ist sinnlos, aufgeben aber noch sinnloser. Also ist es besser weiterzumachen. Dieses Motto gilt für Ruth Pfau, die den Schülern ihrer Schule gezeigt hat, dass es sich lohnt sich für etwas einzusetzen.