Leipziger Luft soll besser werden

Leipzig - Feinstaub und Stickstoffdioxid liegen in der Luft und Leipzig kämpft dagegen an. Der Luftreinhalteplan aus dem Jahr 2009 ist fortgeschrieben.

An diesem Donnerstag wurde das 188 Seiten umfassende Dokument vorgestellt. Mit 50 Maßnahmen soll die Gefährdung der Bürger vermindert und die Luftqualität in Leipzig verbessert werden. Wichtige Schritte sind die Förderung der E-Mobilität und die Stärkung des Umweltbundes.

Ein Beispiel für die geplante Verringerung des Verkehrsaufkommens ist die Harkortstraße, mit einem täglichen "Durchlauf" von etwa 16.000 Autos. Dies soll um 5.000 Fahrzeuge reduziert werden, indem die Linksabbiegerspur vom Martin-Luther-Ring aus entfernt wird. Ausserdem soll in ganz Leipzig der Verkehrsfluss verbessert werden, durch die Verwendung von modernster Verkehrsleittechnik.
Des Weiteren soll der Öffentliche Personennahverkehr attraktiver gestaltet werden. Hier soll es Investionen in die Schienen- und Fahrzeuginfrastrukur geben. Auch der Rad- und Fußgängerverkehr soll verbessert werden. Elektromobilität und Carsharing sollen gefördert werden.

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All diese Vorhaben kosten Geld. Die Maßnahmen des Luftreinhalteplans der ersten Instanz werden im Haushalt mit einer halben Millionen Euro bemessen. Der Green City Plan wird insgesamt rund 21 Millionen Euro kosten. Die Stadt hofft auf eine Kostendeckung von über 50 Prozent durch Bundes- und Landesförderungen.

Mit dem Green City Plan geht Leipzig noch einen Schritt weiter. Dieser vertieft und untersetzt die Maßnahmen des Luftreinhalteplans. Der Green City Plan ist teilweise Voraussetzung, um Fördermittel beantragen zu können. Er setzt auf innovative Möglichkeiten, den Verkehrsfluss zu verbessern und das Verkehrsaufkommen innerhalb der Stadt zu reduzieren.