Leipziger Notenspur

Leipzig ist weltberühmt dafür, dass die Menschen hier Einiges auf die Beine stellen können.

Das passiert einfach dadurch, dass jemand eine Idee oder eine Vision hat, und viele andere schließen sich an. Ein Projekt, das auch jetzt wieder internationales Aufsehen erregt, ist die Leipziger Notenspur.

Auf den Spuren von Bach und Mendelssohn ist er. Werner Schneider. Der Physikprofessor leitet die Leipziger Notenspur-Initiative. Das ist ein Verein, der einer – eigentlich allgemein bekannten – Tatsache auf den Grund geht: Leipzig hat viele musikgeschichtliche Schauplätze. Sie sind so gut wie original erhalten. So etwas ist sonst nur noch in Wien zu finden.

Interview: Werner Schneider – Leiter Leipziger Notenspur-Initiative

Die Leipziger Notenspur wird ein Leitfaden für diesen Rundgang durch die Jahrhunderte sein. Und dabei handelt es sich tatsächlich um eine sichtbare Spur.

Interview: Werner Schneider – Leiter Leipziger Notenspur-Initiative

So silbrig wie der Klang der Knabenstimmen des Thomanerchores oder die Kompositionen Mendelssohn Bartholdys auch sind, die Frage für den Verein ist auch, welche Klänge die damaligen Musiker umgaben.

Interview: Werner Schneider – Leiter Leipziger Notenspur-Initiative

Bis 2010 will die Initiative verschiedene Entdeckungstouren realisieren. Auf denen kann man dann die Wohn- und Schaffensstätten bedeutender Komponisten zu Fuß oder per Rad erkunden. Zum Schillerhaus zum Beispiel könnte der Weg führen. Hier schrieb der Dichter das große Lied „Ode an die Freude“. Und wer auf seinen Spuren wandeln will, muss auch dem Kleinod Gohliser Schlösschen einen Besuch abstatten. Ist doch die ganze Idee der Notenspur eine Art Ode an die Freude.