Leipziger Okapi zieht nach Berlin um

Am Montagvormittag hat der Zoo Leipzig einen seiner beiden Okapibullen an den Zoologischen Garten in Berlin abgegeben. Damit verließ der dreijährige Steve nach rund 18 Monaten sein Gehege wieder, das er mit Kimdu geteilt hatte.

Er ging im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP). In Berlin ist er als potenzieller Zuchtbulle vorgesehen.

Als ein wichtiger Arbeitsbereich des Europäischen Zooverbandes EAZA dienen die mehr als 150 EEP’s der koordinierten Zucht von Zootieren und damit dem Erhalt der vom Aussterben bedrohten Arten. In der freien Wildbahn gibt es nur noch rund 6000 bis 10.000 Okapis, in Zoos leben derzeit etwa 150 Exemplare. „Wir beteiligen uns an dem Zuchtprogramm, um dem Artenschutz Rechnung zu tragen“, erklärt Zoodirektor Dr. Jörg Junhold. „Und wenn Steve dabei eine wichtige Rolle spielen kann, geben wir ihn
natürlich gern ab.“

Aber auch in Leipzig wird in diesem Jahr bei den Waldgiraffen, wie diese Tierart auch genannt wird, ein Neuzugang erwartet. Derzeit laufen die Planungen des EEP’s dahin gehend, ein Weibchen zu holen, das mit dem verbleibenden Okapibullen Kimdu zusammengebracht werden soll.