Leipziger Passagen-Fest lockte 70.000 Besucher in die Höfe und Gänge

Leipzig und seine Passagen, das war und ist wieder eine ganz wunderbare Beziehung. Wie ein dichtes Netz ziehen sie sich durch die Innenstadt und machen das Bummeln und Einkaufen zu einem ganz besonderen Erlebnis.+++

Seit 2010 haben die Passagen sogar ihr eigenes Fest. Zur dritten Ausgabe flanierten mehr als 70.000 Menschen durch die Höfe und Gänge und genossen ein ganz besonderes Flair.

Rund 28 Passagen und Durchgangshöfe hat Leipzigs Innenstadt zu bieten. Wie viele es genau sind, darüber streiten sich selbst die Experten. In der Mädlerpassage steht alles im Zeichen der Mode – Lustwandeln zwischen Luxus, Chic und magischen Lichtinstallationen. Überall gibt es einladende Gesten zum Passagen-Passieren.

Und im Städtischen Kaufhaus wird es dann französisch. Die Lebensart liegt in der Luft. Schon kulinarisch sei es hier komplett französisch, behauptet der Concierge. Es gibt Pantomime und selbst eine Hommage an das Pariser Straßenkünstlerleben.

An jeder Straßenecke gibt es Musik und die Straßenkünstler verstehen es, die Passanten in ihren Bann zu ziehen.

In Specks Hof, wird die Zeit plötzlich über 100 Jahre zurückgedreht. Schuhputzer erinnern an das Straßenflair, das zu Zeiten der Messeanfänge in Leipzig herrschte. Und engagierte Bauchladenveräufer geben ihre Weisheiten zum Besten.

In Kretzschmanns Hof wird dann die Kleinkunst ganz groß geschrieben. Und in fröhlicher Runde konnte man sich hier ganz sorglos zum Narren machen lassen.