Leipziger Quelle-Mitarbeiter: Entscheidung naht

Die Gewerkschaft ver.di macht dem Bund wegen der Quelle-Pleite schwere Vorwürfe.

So hätte eine Staatsbürgschaft Quelle und damit Tausende Jobs retten können. Der erst kürzlich ins Amt berufene sächsische Wirtschaftsminister Morlok sagte in einem Interview, die sächsische Staatsregierung suche nun nach Möglichkeiten, den Konzern zu unterstützen. Für die Gewerkschaftler kommt die Reaktion zu spät.

Aus den Medien haben die rund 800 Angestellten des Leiziger Quelle-Versandzentrums die Nachricht vom Aus ihres Arbeitgebers erfahren. Auch wenn die Weichen des Konzernpartners von Karstadt, und damit auch Tochterunternehmen der insolventen Arcandor AG nicht auf Erfolgskurs standen, sind die Betroffenen geschockt.

Interview: Annelie Schneider – Ver.di

Noch ist nicht absehbar, welche Auswirkungen das Quelle-Aus für den Standort Leipzig genau hat. Die Hoffnung schwindet, aber man gibt sich optimistisch.

Interview: Annelie Schneider – Ver.di

Auch die jetzt beginnende Lösungssuche von Seiten der sächsischen Staatsregierung kommt nach Ansicht der Mitarbeiter viel zu spät.

Interview: Annelie Schneider – Ver.di

Quelle gehört zur Primondo-Gruppe, in der der Arcandor-Konzern seine Versandaktivitäten gebündelt hat. Primondo betreibt seinen Versandhandel in 28 Ländern, allein in Deutschland hat das Unternehmen rund 7.000 Beschäftigte. 2008 setzte das Unternehmen 2,9 Milliarden Euro um.