Leipziger Schlaf-Studie – Männer leiden seltener unter Schlafproblemen

Leipzig - Forscher der Medizinischen Fakultät der Uni Leipzig kommen zu dem Ergebnis, dass Frauen deutlich häufiger unter Schlafproblemen leiden als Männer. Die Einflussfaktoren für schlechten Schlaf können variieren.

 

Die Studie im Überblick

Frauen leiden deutlich häufiger unter Schlafproblemen als Männer. Zu diesem Ergebnis kamen Forscher der medizinischen Fakultät Leipzig, die sich auf die Ergebnisse eines Untersuchungsprogramms des Leipziger Forschungszentrum für Zivilisationserkrankungen (LIFE) berufen. Konkret wurden hierfür 9.284 Probanden untersucht. Gut ein Drittel der Testpersonen leidet laut Studie unter Schlafproblemen. Hiervon waren 42 Prozent Frauen und lediglich 29 Prozent Männer.

 

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Übergewicht und Arbeitslosigkeit sorgen für schlaflose Nächte

Die Untersuchung ergab außerdem, dass der Konsum von Zigaretten bzw. dem darin enthaltenen Giftstoff Nikotin keinen Einfluss auf das Schlafverhalten der Probanden hat.

Die ausschlaggebenden Faktoren, die zur Störung des Schlafes führen, sind hingegen Übergewicht und Arbeitslosigkeit. "Das ist ganz interessant. Die Arbeitstätigkeit hält zwar Belastungen bereit, aber keiner Arbeitstätigkeit nachzugehen ist noch belastender für den Menschen'', äußert sich der leitende Professor Dr. Andreas Hinz. Mit diesem Ergebnis knüpft die Leipziger Studie an bestehende Erkenntnisse der Depressionsforschung an.

Fazit der Studie: Frauen eher von Schlafproblemen betroffen, Einflussfaktoren können variieren

Abschließend kommt die Universität Leipzig zu der Einschätzung, ,,dass die aktuelle Leipziger Untersuchung im Bereich der Grundlagenforschung angesiedelt und besonders fruchtbar als Referenzstudie für zukünftige Projekte ist. Sie kann Zusammenhänge zwischen Schlafqualität und anderen Variablen beschreiben, jedoch keine Aussage zu Ursache und Wirkung treffen. So können Probleme auf der Arbeit schlechten Schlaf verursachen, oder umgekehrt der schlechte Schlaf Probleme im Arbeitsalltag schaffen''.