Leipziger Stadt und Polizei gemeinsam gegen Drogenkriminalität

Angesichts der gegenwärtigen Medienberichterstattung zum Thema Drogenkriminalität weist die Stadtverwaltung darauf hin, dass es im Kampf gegen Drogenkriminalität gut funktionierende Formen der Zusammenarbeit zwischen Stadt und Polizei gibt.

So wurden neben der seit Jahren erfolgreich praktizierten Kooperation im Rahmen des Kriminalpräventiven Rates durch das Aktionsbündnis „Sicherheit im Leipziger Osten“ Kooperationsstrukturen zwischen Verwaltung, Polizei, Bürgerschaft, Vereinen und Initiativen vor Ort geschaffen.

Die Zusammenarbeit im Rahmen des Aktionsbündnisses sorgt für kurze Informationswege, vor allem zwischen den vor Ort tätigen Vereinen, dem Quartiersmanagement, dem Amt für Stadterneuerung und Wohnungsförderung und den Bürgerpolizisten. Auf dieser Grundlage wird der Drogenszene im Stadtteil entgegengewirkt. Zudem arbeitet das Ordnungsamt beim Drogenrapport und im Drogenbeirat mit, wodurch ebenfalls ein regelmäßiger Austausch gegeben ist.

Im Rahmen des Aktionsbündnisses „Sicherheit im Leipziger Osten“ werden auch die präventiven und repressiven Maßnahem des Ordnungsamtes thematisiert und abgestimmt. Das machte es möglich, in Abstimmung mit der Polizei auf Veränderungen und neue Situationen (Bewegung in der Szene) zu reagieren, unter anderem im Bereich der Köhlerstraße und der dort ansässigen Kindertageseinrichtung „Montessori“, wo u. a. weggeworfene Spritzen gefunden wurden.

Eine erkennbare Präsenz der Mitarbeiter des Ordnungsamtes erhöhte zusätzlich zu der verstärkten Polizeipräsenz den Kontrolldruck auf diese Bereiche. Gemeinsam mit den vor Ort tätigen Streetworkers beseitigen und entsorgen die Mitarbeiter des Ordnungsamtes beispielsweise Plastikspritzen und Kanülen.

Der Bereich Eisenbahnstraße, der in den vorangegangenen Jahren einen Hauptschwerpunkt in der Betäubungsmittel-Szene darstellte, hat sich durch einen erhöhten Handlungsdruck von präventiver und repressiver Seite im Gesamterscheinungsbild verändert.

Die Konzentration an szenetypischen Personen hat sich aufgrund des Verdrängungsdrucks der polizeilichen Maßnahmen spürbar verringert. Die Drogenkonsumenten sind bestrebt, diesem Druck auszuweichen. Nach den Erkenntnissen des Ordnungsamtes konzentrieren sie sich seit einem Jahr stärker im Bereich Dresdner Straße / Köhlerstraße.