Leipziger Studenten klagen sich in zulassungsbeschränkte Studiengänge

Für das Wintersemester 2010/2011 sind beim Verwaltungsgericht Leipzig 1.750 Anträge auf vorläufige Zulassung zum Studium in durch einen numerus clausus zahlenmäßig beschränkten Studiengängen eingegangen.

Die 2. Kammer des Verwaltungsgerichts Leipzig hat über 1.600 Verfahren auf Zulassung zu einem medizinischen Studienplatz binnen vier Wochen durch einen gerichtlichen Vergleich erledigen können. In den 1213 Verfahren, die den Studiengang Humanmedizin betrafen, wurden weitere 25 Studienplätze durch gerichtlichen Vergleich vergeben, in den 333 Verfahren für den Studiengang Zahnmedizin 19 Studienplätze und in den 89 Verfahren für den Studiengang Tiermedizin 4 Studienplätze. Damit konnten die Studenten, die aufgrund der Vergleiche den begehrten Studienplatz erhalten haben, bereits Anfang November mit ihrem Studium beginnen, teilte eine Sprecherin des Verwaltungsgerichtes Leipzig mit.

Insgesamt musste sich die Kammer mit ca. 30 verschiedenen Studiengängen (z.Bsp. Lehramt, Psychologie, Politkwissenschaft) beschäftigen und prüfen, ob die Kapazität richtig berechnet wurde oder das Auswahlverfahren auf Zulassung zum Studium ordnungsgemäß erfolgte. Auch in diesen Studiengängen konnten überwiegend gerichtliche Vergleiche geschlossen werden, in fünf Studiengängen steht eine streitige Entscheidung teilweise noch aus.

Die Eingänge in diesem Rechtsgebiet sind wiederum im Vergleich zu den Vorjahren (2007 1.200 Verfahren; 2009 1.606 Verfahren) auf 1.858 insgesamt (einschließlich Sommersemester) gestiegen.

Quelle: Verwaltungsgericht Leipzig