Leipziger Studenten läuten den CSD ein

Leipzig – Eine Fahne für Toleranz und Vielfalt. Mit dem Hissen der Regenbogenflagge vor der Universität Leipzig ist der diesjährige Christopher Street Day schon angekündigt. 


Vor der offiziellen Eröffnung am Neuen Rathaus zeigte bereits die Universitätsleitung und Studenten ihr Engagement für eine tolerante Gesellschaft und den Abbau von Diskriminierung gegen über Homo-, Trans- und Intersexuellen. Wie Georg Teichert von der Uni Leipzig erklärt. Erst vor rund einer Woche sorgte der Angriff auf eine Transsexuelle Studentin für Entsetzten. Ein bislang Unbekannter beleidigte die Studentin vor der Moritzbastei und schlug so heftig zu, dass sich das Opfer die Nase brach.

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, konnte den Täter aber bislang nicht finden. Der Angriff sorgte an der Universität für Diskussionen und Handlungsbedarf. Trotz jahrelangen Bemühens der Aktivisten ist Homo- und Transphobie noch immer viel zu weit verbreitet. Sowohl in ganz Deutschland, als auch im Freistaat Sachsen, wie der Beauftragte für Antidiskriminierung Frank Peter Wieth deutlich macht.

Derartige Denkstrukturen aufzubrechen und sich für eine tolerante Gesellschaft einzusetzen. Ein Prozess der laut Wieth auch von der Universität aus in die Gesellschaft gebracht werden kann. Noch bis zum 21. Juli bleibt Leipzig wieder bunt – In Zukunft sollte das das ganze Jahr über selbstverständlich sein.