Leipziger Tourismuspreis verliehen

Die Auszeichnungen gingen in diesem Jahr an die Betreiber der „Vineta“ auf dem Störmthaler See und an den Direktor der Leipziger Buchmesse Oliver Zille.

Es war wieder einmal gemütlich in der Veranstaltungstonne der Moritzbastei. Mit schummrigem Licht, künstlerischen Darbietungen und anderen Schönheiten wurden die Zuschauer auf die Verleihung des Tourismuspreises eingestimmt. Und dann wurde es spannend.

Das Krystallpalast Varieté wurde als Unternehmen ausgezeichnet. Seit 2011 betreibt das Krystallpalast Varieté die „Vineta“ auf dem Strömthaler See. Die schwimmende Kirche steht für die verlorene Magdeborner Kirche und ist zugleich Mahnmal für die Orte, die dem Espenhainer Braunkohletagebau weichen mussten. Mittlerweile hat sich aus der mutigen Idee ein regelrechter Besuchermagnet geworden, auch weil sich die Betreiber immer etwas Neues einfallen lassen.

Der Chef des Krystallpalast Varietés Rüdiger Pusch nahm die Auszeichnung dankend entgegen. Er machte aber auch klar, dass zum Erfolg viele Akteure betrugen, vor allem auch die Partner vor Ort.

Seit 2012 wird der Leipziger Tourismuspreis auch an Persönlichkeiten vergeben, die sich besonderem Maße um den Tourismus in der Region verdient gemacht haben. In diesem Jahr ging die Ausgezeichnet an einen Mann, der ein Großevent betreut, dass jährlich etwa 250.000 internationale Gäste nach Leipzig bringt: Den Direktor der Buchmesse Oliver Zille.

Ausschlaggebend für die Ehrung war die ausstrahlende Wirkung der Leipziger Buchmesse. Mit dem Lesefest Leipzig liest und vielen anderen speziellen Aktionen sorgt sie seit Jahren für ein ganz besonderes Erlebnis… und natürlich für volle Hotels.

Natürlich stand beim Leipziger Tourismuspreis auch die zukünftige Entwicklung der Stadt im Fokus. Möglicherweise kann die magische Marke von 3 Millionen Übernachtungen in 2016 schon geknackt werden. Schließlich locken der Deutschen Katholikentag, das 25. Wave-Gotik-Treffen das Bachfest oder eben die Buchmesse wieder hunderttausende Besucher in die Stadt. Dazu kommen kleinere Events wie Klassik-Airleben, Pop-Konzerte oder die zahlreichen Kongresse. Und falls der Rekord im nächsten Jahr doch noch nicht fällt, warten wir eben noch etwas. 2017 werden schließlich Luther und das große Reformationsjubiläum gefeiert.