Leipziger Universitätsmedizin bekommt neuartiges Ganzkörper-PET/MRT-System

Die Universitätsmedizin in Leipzig spielt weiterhin in der 1. Liga mit. Die Medizinische Fakultät der Universität Leipzig und alle angeschlossenen Kliniken erhielten heute ein neuartiges Ganzkörper-PET/MRT-System, den „Biograph mMR“. +++

Das Großgerät ermöglicht den Radiologen neue Möglichkeiten bei der Diagnose und Erforschung von Krankheiten im Bereich Neurologie, Onkologie und Kardiologie.

Mit Hilfe der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Max-Planck-Gesellschaft  wurde es möglich, dieses medizinische Großgerät in Betrieb zu nehmen. Die unabhängigen Gutachter der Deutschen Forschungsgemeinschaft lobten nicht nur das schlüssige Konzept, sondern auch die geplanten Forschungsvorhaben.

Leipzig wird damit für seine überragenden Leistungen sowie das hohe technische und klinische Niveau ausgezeichnet und darf zu Recht stolz darauf sein“, erklärt die Sächsische Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer.

Im Rahmen einer Initiative der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Max-Planck-Gesellschaft erhielt Leipzig 2010 den Zuschlag für die Anschaffung eines Großgeräts für die molekulare Bildgebung, durch das die zeitgleiche Aufnahme und Darstellung von sowohl PET- als auch MRT-Daten ermöglicht wird.

Das Gerät wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit 3,5 Millionen Euro und von der Max-Planck-Gesellschaft mit 500.000 Euro gefördert. Beim „Biograph mMR“ handelt es sich um ein real-simultan messendes Kombinationsgerät für die molekulare Bildgebung, welches Positronen-Emissionstomografie (PET) und Magnetresonanztomografie (MRT) vereinigt.

Die Kombination beider Verfahren in einem Gerät macht es möglich spezielle Funktionsprozesse im Zellstoffwechsel zu markieren und ihre Aktivitäten zu beurteilen. Volkskrankheiten wie Demenz, Schlaganfall und Krebs werden damit leichter und genauer identifizierbar und können in ihrem Verlauf besser analysiert werden.