Leipziger wählen gemeinnütziges Projekt für die Erlöse vom Leipziger Entenrennen

Am 14. August 2011 findet im Rahmen des 11. Leipziger Wasserfestes das 9. Leipziger Entenrennen statt. Der Verkaufserlös aus dem diesjährigen Entenrennen soll wieder für einen gemeinnützigen Zweck eingesetzt werden. Der Verein Wasser-Stadt-Leipzig hatte bereits im Dezember vergangenen Jahres alle Vereine, Verbände und Institutionen aufgerufen, sich mit einem konkreten Projekt zu bewerben.

Projekte in Leipzig, die durch Vereine, Institutionen oder andere nicht allein gestemmt werden können, sollen somit finanziell unterstützt und zur Umsetzung gebracht werden. Das Projekt sollte einem wohltätigen Zweck dienen und mit dem Thema Gewässer oder Wasser in Verbindung stehen.

Die Bewertung der Projekte nahm am 8. März eine Jury vor. Von mehr als zehn eingesandten Projekten, die teilweise vollkommen unterschiedlich waren, wurden drei ausgewählt. Diese drei Finalisten sollen hier nun vorgestellt werden, damit Sie die Möglichkeit haben, darüber abzustimmen, wer am Ende mit dem Erlös des diesjährigen Entenrennens gefördert wird.

Projekt 1: Auf- und Ausbau eines Pfades der Sinne in der Parklandschaft am Auensee

Im Rahmen der Vereinsarbeit wurde das Projekt Tages- und Erlebnispension „Haus am Auensee“ initiiert. Das Projekt befindet sich noch in der Startphase, es wird momentan vom Verein saniert und umgebaut und soll Ende des Jahres fertig gestellt sein. Die Erlebnispension bietet dann ähnlich einem Freizeittreff verschiedene Angebote für Jung und Alt. Von Kochkursen bis zur Fahrradstation über den Streichelzoo bis zu Kreativangeboten ist alles vertreten.

In der 200 Quadratmeter großen Außenanlage soll nun noch ein Pfad der Sinne errichtet und dafür der Entenerlös zur Finanzierung eingesetzt werden. Der so genannte Barfußpfad ist eine Kombination von Fuß- und Armwannen für Kneippsche Wasseranwendungen mit aus verschiedenen Untergrundmaterialien, z.B. Kieselsteine und Tannenzapfen, gestalteten Wegabschnitten. Der circa hundert Meter lange Pfad soll als Rundweg mit neun Stationen angelegt werden. Die Stationen vermitteln dabei auf unterschiedliche Art und Weise Freude an der Bewegung im Wasser und mit dem Wasser sowie am Fühlen verschiedener Untergründe.

Ein Kräutergarten, den der Pfad einschließt, lädt zu Ruhepausen und Erholung ein. Anleitungen für die Nutzung des Pfades bieten zahlreiche Informationstafeln. Der Pfad wird ganzjährig für alle Interessierte zugänglich sein.

Projekt 2: Ruderboot für den Elstermühlgraben

Der Verein Durchblick e. V. ist ein Verein für Psychatrie-Erfahrene. Das Besondere am Verein ist die explizite Beteiligung von Psychatriebetroffenen an allen internen Entscheidungsprozessen. Der Durchblick e. V. ist offen für alle Menschen, sowohl für Psychatriebetroffene und deren Angehörige als auch für interessierte Mitmenschen ohne eigene Psychatrieerfahrung.

Der Verein besaß ein eigenes Ruderboot, welches am eigenen Bootssteg im Elstermühlgraben lag. Es wurde im Herbst 2008 dem Verein entwendet. Mit dem entspannten Rudern auf dem Gewässer half das Bootsfahren den Nutzern bei der Stressbewältigung und diente der Selbststabilisierung. Im »Rettungsboot für die Seele« konnten Gedanken und Gefühle aufgewertet und positiv beeinflusst werden. Auch die mit dem Rudern einhergehende Bewegung beeinflusste das Stimmungsbild positiv und stärkte das soziale Zusammensein.

Der Verein möchte mit dem Erlös des Entenrennens ein neues Ruderboot erwerben und betreiben. Das Ruderangebot stünde allen Nutzern und Besuchern offen und wäre kostenlos. Somit könnten auch Menschen ohne Erwerbseinkommen teilhaben am sozialen und kulturellen Leben.

Projekt 3: Matschstrecke in der Kindertagesstätte im Dunckerviertel/Neulindenau

Die Kindertagesstätte Jadassohnstraße liegt im Dunckerviertel in der Nähe des Lindenauer Hafens. Im vergangenen Jahr wurde das Projekt aufgefasst, aus dem erlebnisarmen und grauen Garten der Tagesstätte einen Naturgarten begreifbar für alle Sinne zu gestalten. Tatkräftige und überzeugte Unterstützung fand sich bei den Eltern der Kinder, die den Kindergarten besuchen und beim Träger, dem Deutschen Roten Kreuz Akademischer Kreisverband Leipzig e. V. selbst. Auch eine ansässige Firma und ein Landschaftsarchitekt konnten für die Idee begeistert werden.

Die Neugestaltung des Gartens umfasst eine Matschstrecke mit Wasseranschluss, eine Sandlandschaft und eine Rennstrecke. Den Anfang der Matschstrecke macht eine Wasserpumpe, die durch die Kinder leicht bedient werden kann. Über ein Gefälle läuft das Wasser über eine zwölf Meter lange Trasse in eine Sickergrube. In dieser Trasse können die Kinder viel Wissenswertes zum Thema Wasser erfahren, experimentieren, stauen und verschiedene Spielmöglichkeiten ausprobieren.

Die Umgebung der Matschstrecke und des Gartens wird so natürlich wie möglich gehalten und wird mit viel Naturstein und Rasen abgerundet. Der Erlös des Entenrennens soll dieses Projekt verwirklichen und den Kindern der Tagesstätte eine Idylle und Selbstspielmöglichkeit schaffen.

Sie können jetzt bis zum 8. April 2011 abstimmen!

Schreiben Sie eine Postkarte mit dem Stichwort: „Projekt 1“ oder „Projekt 2“ oder „Projekt 3“ an:

Wasser-Stadt-Leipzig e. V.
Industriestraße 72
04229 Leipzig

oder senden Sie eine E-Mail mit Ihrem Favoriten an entenrennen@wasser-stadt-leipzig.de oder stimmen Sie ganz einfach über Facebook ab – Suchwort: Leipziger Ente. 

Weitere Informationen zum Entenrennen gibt es unter: www.wasser-stadt-leipzig.de bzw. www.wasserfest-leipzig.de