Leipzigs Wohnungsmarkt droht Überversorgung!

Leipzig - In Leipzig droht eine Überversorgung auf dem Wohnungsmarkt. Während das Angebot steigt, bricht die Nachfrage allmählich ein. Das ist das Ergebnis einer Analyse von sechs großen Leipziger Wohnungsgenossenschaften. 

Gerade in den letzten Wochen keimte die Diskussion über bezahlbaren Wohnraum immer wieder auf. Spätestens seit der Hausbesetzung in der Ludwigstraße und den Krawallen in Connewitz kommt die Kritik auf, dass es in der Messestadt zu wenig bezahlbaren Wohnraum gibt.

Die sechs Genossenschaften beziffern ihren Leerstand auf zusammen 4,9 Prozent - die Stadt spricht offiziell von zwei Prozent Wohnraum, der sofort beziehbar wäre.

Die Analyse der sechs Genossenschaften zeigt: die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt in der ganzen Stadt bei 5,14 Euro und damit 2,2 Prozent höher als im Vorjahr. Allerdings schwanken die Mietpreise auch von Stadtteil zu Stadtteil.   

Nicht nur ein besserer Blick auf den Wohnungsmarkt außerhalb des Stadtzentrums ist ein Wunsch der Genossenschaften. Sie fordern ebenso eine Wohnungspolitik, die sich an Fakten orientiert. Statt Neubau um jeden Preis sollen ihrer Meinung nach vorzugsweise Bestandsgebäude ertüchtigt werden.