Lernen bis zum Burnout

Leipzig - Anfang April beginnen in Sachsens Schulen die Abiturprüfungen. Dementsprechend geht auch der Lernstress für die Abiturienten einen Monat vorher in die heiße Phase. Doch für viele Schüler bedeutet das auch: sie stoßen an ihre Belastungsgrenze. Bei einige kommt es sogar zum Burnout.

Schüler zeigen Symptome

Die Krankheit entwickelt sich nicht von heute auf morgen, sondern ist ein langsamer und schleichender Prozess.
Eine Umfrage unter Abiturienten zeigt, dass rund 80 % der Befragten an Müdigkeit leiden. Aber auch Angst und Nervosität spielen eine große Rolle. Sozialarbeiter Marcus Rößner (Geschwister-Scholl-Gymnasium Taucha) hat schon zahlreiche Schüler gesehen, bei denen Symptome für ein Burnout äußerlich bereits erkennbar waren.

Hilfe für Betroffene

Auch Lehrer merken, dass es den Schülern in der Abiphase zunehmend schlechter geht. Marcus Rößner rät Betroffenen, sich möglichst Ansprechpartner zu suchen, mit denen man über die Probleme reden kann. Die meisten Schüler wenden sich an Freunde und Eltern als Beratungspersonen. Viele geben jedoch auch an, dass sie sich keine Hilfe suchen und stattdessen lieber probieren, mit ihren Problemen selbst klarzukommen. Das Burnout-Syndrom ist aber ein ernst zu nehmendes Thema, bei dem die Hilfe durch einen Psychologen klar zu empfehlen ist.

Luft nach oben bei der Problembewältigung

Die Lösung für das Problem liegt nicht immer klar auf der Hand. Sowohl Lehrer, Eltern, Psychologen und auch Schüler sollten gemeinsam versuchen, individuelle Lösungsansätze zu finden und diese auch umzusetzen. Nur so kann man verhindern, dass der Leistungsdruck immer weiter steigt und weitere Schüler an Burnout erkranken.