„Lesescouts“ sind unterwegs: Sächsische Schüler begeistern Gleichaltrige fürs Lesen

Schüler der 5. bis 10. Klassen sind wieder als Lesescouts unterwegs, und wollen gleichaltrige zum Lesen motivieren. Organisiert werden zum Beispiel Vorleseaktionen, Bücher Rallyes oder Lesenächte. +++

Die „Lesescouts“ sind wieder unterwegs! Seit Projektstart 2006 sind in Sachsen insgesamt 1.100 Schüler, begleitet von rund 163 Lehrkräften, an 113 Mittel- und Förderschulen geschult worden. Die Schüler wecken bei ihren Mitschülern Interesse und Freude am Lesen. „Lesen ist der Schlüssel zum Bildungserfolg. Doch gerade in der Pubertät verlieren die Jugendlichen die Leselust. Genau an diesem Punkt setzt das Projekt an und motiviert die Jugendlichen dazu, neben der Schule auch in ihrer Freizeit mal zum Buch zu greifen“, so Kultusministerin Brunhild Kurth, die auf den Peergroup-Effekt des Projektes aufmerksam macht. „Die Meinungen und Empfehlungen Gleichaltriger sind die beste Werbung, denn Jugendliche kennen die Lesevorlieben und Interessen ihrer Mitschüler am besten“, betont die Ministerin. Neben der Leseförderung habe die Arbeit der Lesescouts auch einen positiven Einfluss auf das Schulklima und die Lernleistungen. „Ich danke den Lesescouts für ihren leidenschaftlichen Einsatz. Mit ihrer Begeisterung stecken sie ihre Mitschüler an und sind wichtige Vorbilder. Mein großer Dank gilt auch den Lehrern, die die Lesescouts tatkräftig unterstützen und begleiten“, so Kurth weiter.

Lesescouts sind Schüler der Klassenstufen 5 bis 10, die gern lesen und ihre Begeisterung mit ihren Freunden und Mitschülern teilen möchten. Sie organisieren zum Beispiel Vorleseaktionen, Bücher-Rallyes oder Lesenächte. Auf ihre Arbeit als Lesescouts werden sie in Seminaren und Workshops vorbereitet. Die Inhalte der Workshops umfassen in diesem Jahr neben den Themen Rhetorik und Körpersprache auch den Umgang mit digitalen Medien, um den Lesescouts Anregungen für die Einbindung digitaler Medien zu geben.

Das Projekt „Lesescouts“ ist eine gemeinsame Aktion des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus und der Stiftung Lesen. Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen: „Sachsen hat als eines der ersten Bundesländer jugendliche ‚Lesescouts’ ausgebildet und ist damit nicht nur Vorreiter, sondern auch Vorbild für andere Bundesländer. Wir hoffen, dass dieses vorbildliche Engagement Nachahmer in anderen Bundesländern findet und bedanken uns beim Sächsischen Staatsministerium für Kultus sowie allen beteiligten Schulen und Lehrkräften vor Ort für ihren Einsatz, denn damit werden wichtige Grundlagen für Lesekompetenz und Bildungsfähigkeit gelegt.“

Die Stiftung Lesen ist anerkannter, kompetenter und unabhängiger Partner und Anwalt für das Lesen. Sie fördert Lesekompetenz und Zugänge zum Lesen für alle Alters- und Bevölkerungsgruppen in allen Medien. Als operative Stiftung führt sie in enger Zusammenarbeit mit Partnern – Bundes- und Landesministerien, wissenschaftlichen Einrichtungen, Stiftungen, Verbänden und Unternehmen – Forschungs- und Modellprojekte sowie breitenwirksame Programme durch. Zu ihren herausragenden Initiativen zählen der jährliche „Bundesweite Vorlesetag“, der „Welttag des Buches“ und „Lesestart – Drei Meilensteine für das Lesen“, ein bundesweites frühkindliches Leseförderprogramm, das vom Bundesbildungsministerium finanziert wird. Zahlreiche Prominente unterstützen die Stiftung als Lesebotschafter. Die Stiftung Lesen wurde 1988 gegründet und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.

Quelle: SMK – Sächsisches Staatsministerium für Kultus