Letzte Vorstellung von „Caligula“ im Schauspielhaus

Chemnitz – Albert Camus‘ „Caligula“ in der Inszenierung von Robert Czechowski ist am Samstag, 17. Dezember 2016, um 19.30 Uhr zum letzten Mal im Schauspielhaus zu sehen.

© Städtische Theater Chemnitz gGmbH

Die Regierungszeit des römischen Kaisers Gaius Caesar Augustus Germanicus (12-41 n. Chr.), genannt Caligula, war von Exzessen, Demütigungen und Todesurteilen gegen die Eliten Roms geprägt. Fast 2000 Jahre später nutzte Albert Camus (1913-1960) den Stoff als Steilvorlage, um im Angesicht der Barbarei Hitlerdeutschlands die schreckliche Absurdität menschlichen Seins zu reflektieren.

Und so lässt Camus seinen Caligula – losgelöst von jeglicher Bindung zum Menschen, gleichgültig gegenüber dem Tod – sich mit den Göttern messen.Gleich ihnen fordert er die Eliten Roms heraus, deren Ängste, Lügen und zwanghafte Begierde nach Sicherheit er verachtet: Des einen Frau macht er zur Hure, des anderen Kind tötet er, dem dritten nimmt er den Vater und alle enterbt er zugunsten der Staatskasse.
Ungezügelt und immer brutaler wütet Caligula, bis er sich anschickt, den Mond zu heiraten.

In der Titelrolle ist Stefan Migge zu erleben, der für sein intensives Spiel von der Fachkritik hochgelobt wurde.

Karten zum Preis von 10,- bis 18,- € sind unter Tel. 0371 / 4000-430 und www.theater-chemnitz.de erhältlich.

(Quelle: Städtische Theater Chemnitz gGmbH)