Libyer droht mit Sprung aus 4.Stock

Aue: Mehr als sechs Stunden hat ein 34-Jähriger in der Nacht zu Dienstag in einem Haus an der Schneeberger Straße mit Polizei und Rettungskräften sprichwörtlich Katz und Maus gespielt.

Gegen 5 Uhr wurde der aus Libyen stammende Mann schließlich von einem Spezialeinsatzkommando überwältigt und in Gewahrsam genommen. Er blieb unverletzt. Wegen des Einsatzes waren zeitweise mehreren Fahrspuren der Bundesstraße 101 blockiert.

Seinen Anfang nahm der Fall bereits in den späten Abendstunden, als der Mann ankündigte sich aus dem Fenster im vierten Stock stürzen zu wollen. Als Motiv nannte er Beziehungsprobleme. Mehrfach versuchte die Polizei erfolglos Kontakt zu ihm aufzunehmen. Die Feuerwehr rückte währenddessen mit einem Sprungtuch an.
 
Weil Zeugen über Waffen berichteten, musste schließlich eine Spezialeinheit anrücken und die Wohnung des mit einer so genannten Duldung in Deutschland lebenden Libyers stürmen. Gefunden haben die Beamten später lediglich ein Messer.

Menschen kamen während des Einsatzes nicht zu Schaden. Zahllose Mieter des Mehrfamilienhauses, in dem acht verschiedene Parteien leben, hatten sich jedoch entschlossen das Gebäude vorübergehend zu verlassen. Die Untersuchungen zu dem Fall sind noch nicht abgeschlossen.