Lichdi bezeichnet Sachsens Atompolitik als unsinnig und teuer

“Ohne jeden Sicherheitsgewinn hat Sachsen bis jetzt schon 2,4 Millionen für diese Atommüllverschiebung von einer Leichtbauhalle in die andere ausgegeben. Das ist unverantwortliche Politik nach dem Motto: Aus den Augen aus dem Sinn.“ +++

Zu einem Bericht der „Ruhr Nachrichten“ über die völlig überflüssigen Castortransporten von Rossendorf nach Ahaus erklärt Johannes Lichdi, energiepolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag: „Ohne jeden Sicherheitsgewinn hat Sachsen bis jetzt schon 2,4 Millionen Euro für diese Atommüllverschiebung von einer Leichtbauhalle in die andere ausgegeben. Das ist unverantwortliche Politik nach dem Motto: Aus den Augen aus dem Sinn.“

Sachsen überweist seit 1995 jährlich 75.000 Euro nach Ahaus. Dazu kamen im Jahr 2005 noch 834.000 Euro für die Transporttechnik des Castors und 469.000 Euro für den Einsatz von mehr als 6500 Polizisten. Weil in Rossendorf immer noch Plutonium lagert, sind die Risiken auch hier nicht beseitigt und am Standort kann bisher kein Cent eingespart werden. „Wenn die Staatsregierung erst im Jahr 2006 erfahren haben will, dass sich Russland bereits 2005 bereit erklärt hat den Atommüll zurückzunehmen, dann mache ich mir ernsthaft Sorgen über die Kompetenz des zuständigen Wissenschaftsministeriums. Staatsministerin Frau von Schorlemer muss jetzt aufklären, wie es unter ihren Vorgängerinnen zu dieser Panne kommen konnte.“

„Das Beispiel Rossendorf zeigt wieder einmal, dass die Atomenergie keine saubere und günstige Zukunftstechnologie ist, sondern eine Sackgasse.“

Quelle: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

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